Der Wissenschaftsrat ist das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland. In dieser Rolle erarbeitet er Empfehlungen und Stellungnahmen, die sowohl einzelne wissenschaftliche Institutionen als auch übergreifende Fragestellungen des Wissenschaftssystems betreffen können.

Aussagen des Wissenschaftsrates zur BAM

In der Umsetzung des „Konzepts für eine moderne Ressortforschung“ der Bundesregierung hat das BMWi 2014 den Wissenschaftsrat beauftragt, die Ressortforschungseinrichtungen in seinem Geschäftsbereich einer erneuten Evaluation zu unterziehen. Zuletzt wurde die BAM 2006 vom Wissenschaftsrat bewertet. Den Vorsitz bei der BAM-Evaluation 2015/2016 hatte Frau Professorin Dr. Katharina Kohse-Höinghaus.

Die Stellungnahme des Wissenschaftsrates wurde am 11.07.2016 bekannt gegeben.

"Eine beispielgebende Ressortforschungseinrichtung | Die BAM überzeugt als wissenschaftsbasiertes Kompetenzzentrum für Sicherheit in Technik und Chemie."
(Pressemitteilung des Wissenschaftsrates, 11.07.2016)

Pressemitteilung der BAM:
BAM-Präsident Ulrich Panne: „Der Wissenschaftsrat bestärkt uns, die erfolgreiche Aufstellung in strategischen Themenfeldern fortzusetzen“

Bezug zur BAM in anderen Evaluationen

Darüber hinaus wurde die BAM im Rahmen der Evaluierung "Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Ressortforschungseinrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)" in verschiedenster Weise referenzierend hinzugezogen:

Kooperationen mit Hochschulen, Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen

"Die BMEL-Einrichtungen folgen damit einem größeren Trend, denn auch Ressortforschungseinrichtungen anderer Ministerien haben bereits erfolgreich gemeinsame Berufungen mit Hochschulen umgesetzt. Die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) beispielsweise hat bis Ende des Jahres 2015 insgesamt 16 gemeinsame Berufungen mit Hochschulen realisiert, davon acht Juniorprofessuren."

"Gemeinsame Berufungen müssen nicht zwingend auf der Ebene von Instituts- und Abteilungsleitungen erfolgen, sondern könnten und sollten auch für die weiteren Leitungsebenen im Rahmen von W1- und W2-Professuren vermehrt umgesetzt werden, wie z. B. bereits an der BAM im Geschäftsbereich des BMWi."

"Positiv hervorzuheben ist ferner, dass die Einrichtungen vermehrt an Graduiertenschulen und -kollegs an Hochschulen und Universitäten mitwirken. Dies gilt auch für die Forschungseinrichtungen anderer Ressorts. Die BAM beispielsweise hat die School of Analytical Sciences Adlershof (SALSA) im Rahmen der Exzellenzinitiative an der Humboldt-Universität zu Berlin etabliert und koordiniert diese."

Leitlinien für wissenschaftliche Politikberatung

"Auch zahlreiche Ressortforschungseinrichtungen anderer Ministerien haben in jüngerer Zeit Leitlinien für die wissenschaftliche Politikberatung verabschiedet und überwiegend auch veröffentlicht und damit die eigenen Qualitätsansprüche an ihre Beratungstätigkeit dargelegt, so z. B. [...] die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) des BMWi [...]."

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

"Bei der Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen für Promovierende sollten sich die BMEL-Einrichtungen an der Praxis der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) aus dem Geschäftsbereich des BMWi orientieren, die Doktorandinnen und Doktoranden nach DFG-Grundsätzen beschäftigt."

"Im Rahmen des einrichtungsinternen Programms „Menschen und Ideen“ (MI) der BAM, das der Wissenschaftsrat als überzeugend bewertet hat, wird kompetitiv oder durch Zielvereinbarungen die Einrichtung von Juniorprofessuren, die Einladung von Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern an die BAM sowie die Förderung von Forschungsaufenthalten im Ausland ermöglicht. Alle promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BAM haben die Möglichkeit, sich mit Projektanträgen zu beteiligen; die zu fördernden Projekte werden nach wissenschaftlichen Kriterien von einem internen Gutachtergremium ausgewählt. Das BMEL sollte prüfen, ob sich dieses Programm in seinem Geschäftsbereich auf die einrichtungsübergreifende Ebene übertragen lässt."