Der Fachbereich Strukturanalytik erforscht und entwickelt Advanced Materials an der Schnittstelle von Synthese, Strukturaufklärung und funktionaler Charakterisierung. Im Fokus stehen nachhaltige Materialkonzepte, mechanochemische und automatisierte Synthesewege sowie analytische Verfahren zur Untersuchung von Struktur, Funktion und Reaktionsverhalten unter realen Bedingungen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung experimenteller Materialentwicklung mit hochauflösender Analytik. Dazu zählen Röntgenmethoden, Festkörper-NMR, Synchrotronverfahren (Spektroskopie, Beugung und Streuung), Massenspektrometrie, Porositätsanalytik und Transmissionselektronenmikroskopie, mit denen Materialien über verschiedene Größen- und Zeitskalen hinweg präzise charakterisiert werden können.

Die Forschung umfasst sowohl grundlegende Fragen der Struktur- und Reaktionsanalyse verschiedener Materialklassen wie biologische, organische und metallorganische (Koordinations-)Polymere (COFs, MOFs), mineralische Materialien (z.B. Phosphate und Sulfate), diverse Cokristallsysteme sowie deren Anwendungsmöglichkeiten. Dazu gehören unter anderem die PFAS-Adsorption, photokatalytische Zersetzung von Wasserschadstoffen, Anwendungen der Energiespeicherung und -umwandlung (elektrokatalytische Synthese und Protonenleiter), Kreislaufwirtschaft in Bezug auf Gips-Recycling.

Projekte

NMR-Batt - Festkörper und operando NMR-Analytik für die Batterieforschung

IMPACTIVE - Innovative Mechanochemical Processes to synthesize ACTIVE green pharmaceutical ingredients

SFB1349 - Fluor-Spezifische WW zur Detektion und reversiblen Immobilisierung perfluorierter Verbindungen

Volkswagenstiftung Ressources Biogene und zirkuläre Ansätze zur Entfernung von PFAS mit ligninbasierten Adsorbermaterialien

In-situ-Untersuchung diffusionskontrollierter Phasenbildung und des Kornwachstums in funktionellen Heusler/Perowskit-Materialien unter Verwendung multimodaler Synchrotron-basierter Techniken

EU-MACE Legacy Labs and Legacy Labs 2: Die Initiative „EU-MACE (European Materials Acceleration Center for Energy) Legacy Lab“ (Aktion CA22123) verbindet traditionelle („Legacy“) Materialforschungslabore mit fortschrittlichen Materialbeschleunigungsplattformen (MAPs), um die Entwicklung nachhaltiger Energiematerialien zu beschleunigen. Sie integriert Digitalisierung und autonome Werkzeuge in bestehende Infrastrukturen, um die Lücke zwischen traditioneller Forschung und KI-gestützter Hochdurchsatzforschung zu schließen.

Weiterführende Informationen