Radioaktive Abfälle müssen sicher entsorgt werden: Zu einer nachhaltigen Energiewende gehören der Transport und die Lagerung von radioaktiven Materialien in speziellen Behältern. Die Betreiber von Kernkraftwerken und anderen kerntechnischen Einrichtungen verantworten die sichere Entsorgung – auch von Materialien aus dem Rückbau der Kraftwerke. Eine Kompetenz der BAM ist die Durchführung, Analyse und Bewertung von Fallprüfungen an Transportbehältern für radioaktive Stoffe und von Behältern, die für die Zwischen- und Endlagerung dieser Stoffe vorgesehen sind.

Forschung und Entwicklung für die Sicherheit von Behältern

Die BAM nimmt unter anderem beim Transport der Behälter eine herausragende Stellung auf dem Gebiet der Sicherheit ein. Hier gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen, zum Beispiel für CASTOREN®, mit denen abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken oder andere hochradioaktive Abfälle transportiert werden. Hierzu verfügt die BAM zum Teil über Einrichtungen, die national oder auch europaweit einmalig sind, beispielsweise der Fallturm für die Prüfung von Transport- und Lagerbehältern radioaktiver Stoffe im Originalmaßstab auf dem Testgelände Technische Sicherheit (TTS) in Horstwalde.

Verlängerte Zwischenlagerzeiten erfordern erweiterte Prüfmethoden

Der Bund ist gemäß den Regelungen des Atomgesetzes verpflichtet, Endlager für radioaktive Reststoffe bereitzustellen. Bis ein geeigneter Standort bereitsteht, verlängern sich die Zwischenlagerzeiten in bestehenden Behältern. Verlängerte Zwischenlagerzeiten erfordern zum Beispiel die Weiterentwicklung der Prüfmethoden, um Alterungsmechanismen, die die Sicherheit von Behältern beeinflussen können, bewerten zu können.

Die BAM gewährleistet dafür die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards und forscht an neuen Prüfmethoden. Bereits jetzt führt sie Voruntersuchungen zu Deckeldichtsystemen und entsprechenden Metalldichtungen durch, die den sicheren Einschluss des radioaktiven Inhalts garantieren. Darüber hinaus prüft die BAM die technische Sicherheit von Endlagerbehältern bei Schadensereignissen mit Experimenten an der Fallversuchsanlage und mithilfe von Computersimulationen. Damit erfüllt sie nicht nur ihre Aufgaben in den Genehmigungs- und Zulassungsverfahren, sondern arbeitet schon jetzt an sicheren Lösungen für die Zukunft.