Gestärkte moldawische Qualitätsinfrastruktur: Das Projekt-Konsortium erläutert auf der Abschlusskonferenz die Erfolge des Twinning-Projekts

Gestärkte moldawische Qualitätsinfrastruktur: Das Projekt-Konsortium erläutert auf der Abschlusskonferenz die Erfolge des Twinning-Projekts

Quelle: BAM, Referat Internationaler Technologietransfer

Die BAM hat in den letzten Jahren Institutionen der Qualitätsinfrastruktur in Ägypten und der Republik Moldau unterstützt. Für das Twinning-Projekt „Strengthening the Standardisation and Metrology Sector of Moldova according to the Best Practice in the EU Member States” übernahm die BAM auch die Projektsteuerung vor Ort: Frau Tamara Schramm begleitete als Resident Twinning Adviser (Langzeitberaterin) die beteiligten Behörden und Institutionen in Chisinau während des Projekts.

Das Ziel des Projektes war, die Prinzipien des Europäischen Binnenmarktes für die Qualitätsinfrastruktur-Sektoren Normung, Metrologie, Konformitätsbewertung und Akkreditierung, zu stärken und auszubauen. Als Blaupause dazu dienten die Best Practices-Erfahrungen der am Projekt beteiligten EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Deutschland. Es galt, in Moldawien die Basis für eine Einbindung in den freien europäischen Warenverkehr zu legen. Dazu wurden relevante EU-Regularien bzw. Verordnungen in die Gesetzgebung Moldawiens überführt. Zudem wurde ein Beitrag zur Vorbereitung eines Abkommens über einen freien Warenverkehr (DCFTA) geleistet.

Für das Projekt hat die BAM unter der Federführung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt PTB gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Normung DIN sowie dem rumänischen Metrologie-Institut BRML und dem rumänischen Normungsinstitut ASRO ein Konsortium gebildet. Dieses Konsortium hat wiederum mit den Hauptakteuren der moldawischen Qualitätsinfrastruktur eine Verwaltungspartnerschaft geformt. Dazu zählen das moldawische Wirtschaftsministerium (MoE), das nationale Institut für Standardisierung (INS) und das nationale Metrologie-Institut (INM).

Zahlen und Fakten zum Projekt

Das Projekt wurde mit einem EU-Budget in Höhe von 1,1 Millionen Euro durch 425 Experten-Einsatztage in über 100 Seminaren, Workshops, Awareness-Veranstaltungen und Beratungen sowie acht Studienbesuchen in deutschen und rumänischen Instituten realisiert. Damit konnte zum Kompetenzaufbau in den moldauischen Behörden, bei Vertretern von Konformitätsbewertungsstellen und der nationalen Akkreditierungsstelle beigetragen werden.

Das Konzept Twinning

Twinning-Projekte sind länderübergreifende Partnerschaftsprojekte, die auf Initiative der Europäischen Kommission im Jahr 1998 geschaffen wurden, um künftige Mitgliedstaaten an die Europäische Union (EU) heranzuführen und sie bei ihren Vorbereitungen auf einen bevorstehenden EU-Beitritt zu unterstützen. Seit 2002 wird das Twinning-Konzept zudem auch in Ländern ohne Beitrittsperspektive genutzt und hat sich somit zu einem Instrument des Institutionenaufbaus weiterentwickelt. Während eines solchen Projekts geht eine Behörde aus einem EU-Mitgliedstaat eine Partnerschaft mit einer Behörde (engl. "Twin") des förderfähigen Landes ein. Ziel ist, die Umsetzung der gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften der EU durch eine gezielte öffentliche Verwaltungszusammenarbeit zu unterstützen.