Die Einhaltung international geltender Grenzwerte für Schadstoffemissionen aus Kraftfahrzeugen ist nur durch den Einsatz von Abgaskatalysatoren möglich. Diese bestehen normalerweise aus mit Edelmetallen belegten Hohlkörpern. Als Trägermaterialien wird u.a. Keramik verwendet, als aktive Metalle Platin, Palladium und Rhodium, wobei das Verhältnis der Edelmetalle je nach Hersteller und nach den Preisen der jeweiligen Edelmetalle variiert. Die in den Katalysatoren enthaltenen Edelmetalle stellen einen erheblichen Wert dar. Daraus folgen hohe Ansprüche an Präzision und Richtigkeit der Analytik. Aus diesem Grund hat die BAM vor einigen Jahren das zertifizierte Referenzmaterial ERM®-EB504 und später ERM®-EB504a aufgelegt, welche inzwischen nicht mehr erhältlich sind. Ziel der Zertifizierung des Referenzmaterials war es, ein geeignetes Nachfolgematerial zu produzieren, in welchem die Massenanteile der Edelmetalle Pt, Pd und Rh mit möglichst kleiner Unsicherheit zertifiziert werden konnten. Es handelt auch hier wieder sich um einen gebrauchten Autoabgaskatalysator auf Cordieritbasis. Die zertifizierten Massenanteile betragen (1159 ± 8) mg/kg Platin, (1128 ± 9) mg/kg Palladium und (314,2 ± 2,6) mg/kg Rhodium. Das Material ist erhältlich als Pulver (Teilchengröße < 0,1 mm) in Flaschen mit 200 g Inhalt. Es soll den in der Edelmetallanalytik tätigen Laboratorien ein Werkzeug sein zur Überprüfung und Validierung ihrer eingesetzten Analysenverfahren.

BAM-M504b | Bericht in englischer Sprache

Infos: Fachbereich Anorganische Referenzmaterialien, Dr. Sebastian Recknagel

22.03.2022

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