12.01.2026

Logo des Berlin Battery Lab

Quelle: BAM

Projektlaufzeit

01.02.2026 - 31.07.2028

Projektart

BAM eigenes Projekt

Projektstatus

Laufend

Kurzbeschreibung

Das Berlin Battery Lab (BBL) ist eine gemeinsame Initiative der BAM, der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) zur Entwicklung innovativer und nachhaltiger Batteriematerialien. Ziel ist es, den Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen zu beschleunigen.

Ort

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Unter den Eichen 87
12205 Berlin


Berlin Battery Lab (BBL) – Forschungsplattform für nachhaltige Batterietechnologien

Das Berlin Battery Lab (BBL) ist eine gemeinsame Initiative der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB). Ziel des BBL ist es, die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Batteriematerialien und -technologien voranzutreiben und den Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen zu beschleunigen.

Kompetenzen der Partner

  • BAM: Entwicklung neuartiger Anodenmaterialien, Analytik von Batteriematerialien sowie Sicherheitsaspekte wie Brennbarkeit und Transportsicherheit. Darüber hinaus übernimmt die BAM Aufgaben zur Standardisierung und Regelsetzung, die für die industrielle Planbarkeit entscheidend sind.
  • HU Berlin: Führend in der akademischen Forschung zu Kathodenmaterialien für Natrium-Ionen-Batterien.
  • HZB: Nutzung der Großforschungsanlage BESSY II zur Analyse von Batteriematerialien und Grenzflächen sowie Betrieb eines Labors für Lithium-Schwefel-Pouchzellen.

Ziele und Mehrwert

Das BBL bündelt komplementäre Kompetenzen am Standort Berlin und schafft Synergien für die Entwicklung nachhaltiger Batterietechnologien. Natrium-Ionen-Batterien gelten als vielversprechende Alternative zu Lithium-Ionen-Systemen, insbesondere für stationäre Energiespeicher. Die enge Zusammenarbeit von Grundlagen- und angewandter Forschung ermöglicht eine schnelle Weiterentwicklung und beschleunigt den Übergang von der Materialentwicklung zur industriellen Anwendung.

Anlaufphase und Projekte

In den ersten zwei Jahren werden konkrete Forschungsprojekte umgesetzt:

  • Entwicklung neuartiger Anoden- und Kathodenmaterialien für Natrium-Ionen-Batterien.
  • Aufbau von Hochtemperatur-Forschungszellen bei BAM.
  • Einrichtung eines teilautomatisierten Pouchzellenlabors beim HZB. Darüber hinaus wird das BBL als Plattform für weitere anwendungsorientierte Projekte mit Industriebeteiligung dienen. Erste Förderanträge sind bereits gestellt.

Transfer und Industriekooperation

Das BBL ist als Material- und Transferlabor konzipiert. Die Verwertungsstrategie spielt eine zentrale Rolle. Geplant sind:

  • Ausgründungen zur Kommerzialisierung neuer Verfahren.
  • Kooperationsprojekte mit Industriepartnern.
  • Dienstleistungen wie anspruchsvolle Analyseverfahren.
  • Entwicklung von Standards zur Beschleunigung der Markteinführung.

Zeitplan und Ausblick

Die offizielle Eröffnung des BBL erfolgt im März 2026, die vollständige Ausstattung der Labore ist für Ende 2027 vorgesehen. Das BBL ist offen für Industriepartner aus Deutschland und Europa und trägt dazu bei, die Produktion nachhaltiger Batterien zu fördern. Berlin etabliert sich damit als führender Standort für Forschung an Natrium-Ionen- und Lithium-Schwefel-Batterien.

Partner

Helmholtz-Zentrum Berlin https://www.helmholtz-berlin.de/
Humboldt-Universität zu Berlin https://www.hu-berlin.de/

Weiterführende Informationen