30.08.2018

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Luftaufnahme des BAM Testgeländes Technische Sicherheit (TTS)

Quelle: BAM

Wenn Laborversuche oder Modellrechnungen nicht ausreichen, um Risiken von gefährlichen Stoffen zu ermitteln, müssen Großversuche im Eins-zu-eins-Maßstab durchgeführt werden. Zu diesem Zweck unterhält die BAM seit Anfang der 1990er Jahre im brandenburgischen Horstwalde/Baruth (Mark) das 12 km2 große Testgelände Technische Sicherheit (TTS). Maßstabsgetreue Versuche sind beispielsweise auch dann notwendig, wenn die BAM als Bundesoberbehörde Aufgaben im Bereich Gefahrgutrecht und Sprengstoffgesetz wahrnimmt.

Auf dem Gelände stehen zwei Brandprüfstände, ein Prüffeld zur Untersuchung von Brand- und Explosionsgefahren, zwei Sprengplätze mit einer Vielzahl von Versuchseinrichtungen wie Brandwallanlage, Spreng- und Schwadenkammer, sowie eine Fallversuchsanlage zur Verfügung.

Im Fokus der Arbeit auf dem Testgelände steht immer das Ziel, die Sicherheit für Mensch, Umwelt und Sachgüter zu verbessern. Beispiele für unsere vielfältige Arbeit in Horstwalde sind:

  • Prüfung von Feuerwerkskörpern, denn es dürfen zum Beispiel beim Zünden keine Splitter fliegen.
  • Prüfung von Airbags und Notsignalen für die Seerettung auf ihre Zuverlässigkeit.
  • Erforschen von Sicherheitsmaßnahmen für den Einsatz alternativer Kraftstoffe, zum Beispiel Erdgas, im Straßenverkehr.
  • Belastbarkeitstests von Containern zum Beispiel beim Aufprall nach einem Unfall, um das Austreten von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffen zu verhindern.
  • Zerstörungsfreie Prüfung von Bauwerken, denn diese sollten nicht durch Heraustrennen von Proben beschädigt werden.
  • Im Rahmen der Marktzulassung: Holzschutzmittel auf ihre Wirksamkeit (Schutz vor Witterung und Schadorganismen) zu prüfen.