Durch die Kombination von Werkstoffwissenschaft und Prozesstechnik ermöglicht der Fachbereich Multimateriale Fertigungsprozesse neue Anwendungsbereiche für keramische Werkstoffe und multi-materiale Kompositwerkstoffe. Wir entwickeln innovative Herstellungsprozesse, die neue Erkenntnisse der Grundlagenforschung und industrielle Komponentenanforderungen zusammenführen. Hierzu werden bekannte Prozesse angepasst oder neue entwickelt, die wir wiederum mit maßgeschneiderten Ausgangsmaterialien kombinieren. Zu unseren zentralen Kompetenzen zählen Pulvertechnologie und additive Fertigung mit einem Fokus auf keramischen Werkstoffen. Kürzlich haben wir diese Expertise mit der Entwicklung neuartiger multimaterialer Prozesse sowohl für Polymere als auch für metallische Werkstoffe erweitert. Diese Anstrengungen erlauben uns, Realbauteile mit unikalen Struktur- und Funktionseigenschaften zu realisieren

Das Forschungsprogramm des Fachbereichs Multimateriale Fertigungsprozesse erstreckt sich über drei Schwerpunkte:

  1. Entwicklung additiver Fertigungsprozesse für keramische und multimateriale Komponenten
  2. Additive Fertigung in der Schwerelosigkeit und in-situ resource utilization (ISRU)
  3. Realisierung von neuen Funktionswerkstoffen und artifiziellen Strukturen durch innovative Prozesstechnik.

Auch wenn unsere Arbeit auf der Grundlagenforschung zur Phasenbildung und zu Prozess-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen beruht, ist es uns ein Ansporn, industriell nutzbare Lösungen zu verwirklichen. Diese Zielsetzung ermöglicht kontinuierlich forschungsgenerierten Technologietransfer – Erfolgsgeschichten, auf die wir stolz sind.

Prof. Dr. rer. nat. Jens Günster, Leiter Fachbereich Keramische Prozesstechnik und Biowerkstoffe der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

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