Ob Feinstaub in der Luft oder Weichmacher im Plastik, Schadstoffe finden sich in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens wieder. Oft werden sie während der Herstellung, Nutzung oder Entsorgung der Materialien freigesetzt und gelangen so in die Umwelt. Um die Sicherheit von Menschen, der Umwelt und von Produkten zu gewährleisten, ist es wichtig, Umweltschadstoffe nachzuweisen und ihr Gefährdungspotential zu identifizieren. Die BAM forscht dazu in verschiedenen Projekten zur Schadstoffbestimmung in der Luft, sowie zur Auswirkung der Schadstofffreisetzung durch Materialien, mit dem Ziel Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Schadstoffe von Kunststoffen messen

Kunststoffe sind Teil unseres Alltags – von Lebensmittelverpackungen über Handys und Spielzeug bis zur Kleidung. Die Gefahren dieser Stoffe sind jedoch weitgehend unbekannt. Fest steht: Durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung oder Regen können Kunststoffe Schadstoffe ausstoßen, die dann in Boden, Wasser oder Luft gelangen. Im Fokusthema Material- und Umweltsimulationen untersucht die BAM deshalb Kunststoffe hinsichtlich ihrer Emissionen. Dazu werden in Zeitrafferprüfverfahren verschiedene Umwelteinflüsse simuliert, um den Schadstoffausstoß der Materialen schneller und effizienter zu messen.

Grenzwerte für emissionsarme Laserdrucker

Laserdrucker sind in den meisten Büros und auch in vielen Privathaushalten im Einsatz. Jedoch können diese Geräte Feinstaub und andere Stoffe ausstoßen, die die Raumluft belasten können. Die BAM trägt mit ihren Prüfverfahren dazu bei, die Sicherheit dieser Produkte zu bewerten. Die Forschung der BAM liefert hierbei wichtige Grundlagen für die Festlegung von Emissions-Grenzwerten für Schadstoffe, z.B. für die Vergabe von Gütesiegeln, wie der „Blaue Engel“.