16.07.2018

Vor dem Hintergrund der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie (2002) und des deutschen Ressourceneffizienzprogramms (seit 2012) ist die Steigerung der Rohstoffproduktivität erklärtes Ziel der Bundesregierung. Dieses ist insbesondere durch eine konsequente Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft unter Einbeziehung von Massenreststoffen wie Baurestmassen, Aschen, Schlacken und Reststoffen der industriellen Produktion erreichbar.

Die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Reststoffen ist in vielen Fällen vor allem auf die „Technologiemetalle“ fokussiert, da hier die Wertschöpfung am höchsten ist. Der Verwertung des meist mineralischen Hauptmassestroms kommt derzeit oftmals noch eine untergeordnete Bedeutung zu. Eine Multikomponentenrückgewinnung - mit möglichst vollständiger Verwertung und positiver Umweltwirkung - sollte erklärtes Ziel für den Umgang mit großen Reststoffströmen sein. Vor diesem Hintergrund untersuchen, entwickeln und bewerten wir mechanische und thermische Verfahren der Stofftrennung, als Bausteine einer nachhaltigen Verwertungsstrategie. Die für die Kreislaufwirtschaft bereitgestellten Sekundärrohstoffe müssen umweltverträglich sein und den Qualitätsansprüchen des Einsatzzweckes genügen. Der Gütesicherung und Zertifizierung von Sekundärrohstoffen wie etwa Recyclingbaustoffen kommt dementsprechende eine große Bedeutung zu, da diese mit Produkten auf der Basis von Primärrohstoffen konkurrieren.

Die BAM arbeitet an Fragestellungen der Ressourcenrückgewinnung und der Verwertung von Materialien in den Bereichen der Forschung und Entwicklung, sowie der Prüfung, Analyse und Zulassung.