Mikrobiell beeinflusste Korrosion betrifft alle Materialien. Die BAM forscht interdisziplinär und global vernetzt.

Mikrobiell beeinflusste Korrosion betrifft alle Materialien. Die BAM forscht interdisziplinär und global vernetzt.

Quelle: BAM

Werkstoffe und Materialien besser schützen

Mikrobiell beeinflusste Korrosion (kurz MIC, engl. Microbiologically Influenced Corrosion) beschreibt den negativen Effekt von Mikroorganismen auf Materialien jeglicher Art – mit teils erheblichen Konsequenzen für Mensch, Technik und Umwelt.

Zahlreiche Bereiche sind heute von MIC betroffen: Windkraftanlagen, wichtige Infrastrukturen wie Brücken und Hafenanlagen, Leitungen für Gas, Treibstoffe oder Trinkwasser bis zu den Tanks von Schiffen und Passagierflugzeugen.

Nach neuesten Schätzungen bewirkt MIC allein in Deutschland jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhen.

Trotz intensiver Bemühungen ist bislang kein wirkungsvoller Schutz bekannt. Und nach neuesten Erkenntnissen wird die globale Erwärmung die Schäden durch MIC noch deutlich steigern.

Die BAM betreibt als eines der wenigen wissenschaftlichen Institute weltweit zugleich Grundlagenforschung wie auch angewandte Forschung zu MIC, um die grundlegenden Mechanismen aufzuklären und Gegenstrategien zu entwickeln. Dabei zahlt sich die langjährige Expertise der BAM, die herausragende Laborausstattung und Forschungsinfrastruktur sowie die exzellente Vernetzung mit akademischer Welt und Industrie aus.

Mit ihrer konsequent interdisziplinären Erforschung des Themas ist die BAM eine ideale Partnerin, um gemeinsam wirkungsvolle Strategien gegen MIC zu entwickeln.

Unsere Leistungen und Kompetenzen

  • Grundlagenforschung zur Aufklärung der Mechanismen von MIC
  • Simulation und Weiterentwicklung natürlicher Prozesse im Labormaßstab
  • Entwicklung von Modellierungen und Vorhersagemodellen
  • Analyse von Korrosionsprodukten
  • Untersuchung von MIC in Kavernen für die Wasserstoffspeicherung und in Endlagerstätten für nukleare Abfälle
  • Analyse von MIC bei der Additiven Fertigung
  • Erfassung wichtiger Umweltparameter (Temperatur, pH-Wert, Sauerstoff-, Sulfid/Sulfatgehalt, Gaszusammensetzung etc.) mittels spezieller Sensorik
  • Multielement-Einzelzellenanalytik
  • Fluoreszenzmikroskopie, z. B. konfokale Laserscanning-Mikroskopie oder Epifluoreszenzmikroskopie
  • Mitwirkung bei der internationalen Normung und Standardisierung

Projekte

  • MIC: HI-Tension
  • Mi-MIC: Korrosionsprodukte
  • Pilze: Verwitterung von Eisensilikaten
  • MIC im Endlager
  • Additive Manufacturing und MIC
  • MIC: Wasserstofflagerung in Salzkavernen
  • MIC an Schweißverbindungen

Forschungsprojekte der BAM finden Sie in der Datenbank ReSEARCH.

Publikationen

BAM-Datenbank PUBLICA

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