16.07.2018

Der sichere Umgang mit gefährlichen Stoffen, der zuverlässige und die Sicherheit gewährleistende Einsatz innovativer Materialien sowie die Modellierung und Simulation materialtechnischer und stofflicher Systeme erfordert umfassende und valide Kenndaten. Im Bereich Materials Informatics leisten wir einen signifikanten Beitrag zur Erhebung dieser Kenndaten, indem wir unter Berücksichtigung theoretischer und praktischer Aspekte die Struktur und das Verhalten von Materialien und Stoffen untersuchen und bewerten. Die Ergebnisse dienen in erster Linie dazu, die Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Stoffen zu gewährleisten sowie den sicheren und zuverlässigen Einsatz innovativer Materialien und Fertigungsverfahren zu ermöglichen.

Im Fokus der gefährlichen Stoffe stehen explosive, brennbare oder reaktionsfähige Stoffe, Stoffsysteme und Gegenstände wie beispielsweise Explosivstoffe, Gase oder brennbarer Stäube. Zum Bereich der stofflichen Untersuchung gehören auch die dimensionelle und chemische Charakterisierung von Nanopartikeln. Im Bereich innovativer Materialien und Fertigungsverfahren konzentrieren sich unsere Untersuchungen auf Verbundwerkstoffe und additive Fertigungsverfahren. Im Fokus stehen hier die Ermittlung werkstoffmechanischer Kennwerte sowie die Makro- und Mikrostrukturcharakterisierung von Faserverbundwerkstoffen und additiv gefertigten Komponenten.

Die Material- und Stoffcharakterisierung basiert auf modernsten, zum Teil unikalen Untersuchungsverfahren, die von der Nano- bis zur Makroskale reichen. Beispielsweise ermöglicht unser „Multi-scale Analyser for Ultrafine Structures“ die Analyse von Strukturen mit einer Bandbreite von 0,2 bis zu 2000 Nanometer in großen Probenmengen. Neue Leichtbaupotenziale durch verbesserte Kennwert-ermittlung von Faserverbundwerkstoffen werden durch ein neuentwickeltes Schubprüfverfahren erschlossen. Unsere Untersuchungsverfahren werden im Rahmen eigener Forschungsaktivitäten ständig verbessert und bedarfsorientiert neu- bzw. weiterentwickelt.