Mehr als 260 Milliarden Euro wird die Bundesregierung bis 2060 in Straßen, Wasserwege und das Schienennetz investieren. Der Großteil davon wird für die Erneuerung bestehender Verkehrswege verwendet. Den Sanierungsbedarf festzustellen ist heute noch mit großen Aufwänden verbunden. Die BAM forscht in verschiedenen Projekten am Einsatz von drahtlosen Sensoren, mit deren Hilfe Schäden im Beton von Verkehrsbauwerken in Zukunft schneller, effizienter und kostengünstiger entdeckt werden können.

Zerstörungsfreie Prüfverfahren für sichere Bauwerke

Die Sicherheit von Infrastruktur-Bauwerken ist ein zentrales Forschungsfeld der BAM. Im Bereich der Bauwerkssicherheit geht es insbesondere darum, starke Belastungen sowie Brand- und Explosionsszenarien zu bewerten und neue Sicherheitskonzepte zu erarbeiten. Die BAM verfügt hier über jahrzehntelange Erfahrung. Prüfmethoden und intelligente Monitoring-Systeme in Bauwerken tragen etwa dazu bei, die Lebens- und Gebrauchsdauer von Infrastrukturanlagen besser abzuschätzen. Einen hohen Stellenwert haben dabei zerstörungsfreie Prüfverfahren, mit denen zum Beispiel der Zustand von Brückenbauwerken ermittelt werden kann.

Fokusthema Sicherheit und Tragfähigkeit von Brücken

Immer wieder sorgen marode Brücken in Deutschland für Schlagzeilen. Allein im Netz der Fernstraßen gibt es rund 39.500 Brücken, die kontinuierlich überwacht und instandgehalten werden müssen, um die Sicherheit der Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten. Sind erst einmal Schäden aufgetreten, gestalten sich Sanierungsmaßnahmen vielfach teuer und aufwendig. Auf diesem Gebiet forscht die BAM beispielsweise an innovativen Verfahren zur Lebensdauerbewertung von Brücken, um herauszufinden, wie man die Tragfähigkeit von 40 bis 50 Jahre alten Brücken weiter gewährleisten kann. Auch hier kommen Sensoren zum Einsatz, die Erschütterungen, Schwingungen und Lasten erfassen, die auf den Stahlbeton wirken. Schäden können so rechtzeitig entdeckt und repariert werden.