16.07.2018

Um die Energie aus erneuerbaren Quellen zu speichern, braucht es geeignete und leistungsfähige Energieträger und -speicher. Dies gilt sowohl für den mobilen Einsatz als auch für große Speicherkraftwerke. Aktuell sind bereits (Lithium-) Batterien und Wasserstoff als neuartige Energiespeicher und-träger im Einsatz. Diese müssen aber nicht nur wirtschaftlich und effizient, sondern auch sicher sein, um vom Verbraucher akzeptiert zu werden. Die Sicherheit der Energiespeicherung zu gewährleisten, ist eine Kernaufgabe der BAM.

Batterie-Speicher

Die hohe Energiedichte von Lithium-Batterien und -Akkus macht sie als Stromspeicher interessant. Gleichzeitig stellt die hohe Reaktivität von Lithium eine Gefährdung dar. Defekte oder beschädigte Batterien können sich entzünden und sind schwer zu löschen.

Die BAM hat die gesetzliche Aufgabe festzulegen, unter welchen Bedingungen defekte Lithium-Batterien sicher transportiert werden können. Der Transport von großen, unverpackten Prototypen ist ebenfalls durch die BAM zu genehmigen.

Sie führt eigene Untersuchungen zur sicherheitstechnischen Bewertung von Lithiumbatterien durch und bringt ihr Fachwissen in die internationale Regelwerksentwicklung bei den Vereinten Nationen (UN) ein.

Speicherung von Gasen als Energieträger

Wasserstoff (H2) gewinnt als Energieträger zunehmend an Bedeutung, denn er ist auf der Basis von Strom und Wasser erzeugbar und wieder rückverstrombar. Ein geschlossener H2-Kreislauf ist schadstofffrei und damit ökologisch besonders interessant.

Gerade für größere Energiemengen, z. B. für Stromüberschüsse aus erneuerbarer Erzeugung, stellt H2 eine ideale Ergänzung zu Batteriespeichern dar: Die Überschüsse können in Form von Wasserstoff aufgefangen und zu einem späteren Zeitpunkt an anderer Stelle wieder bereitgestellt werden.

Wasserstoff-Gasspeicher erfordern allerdings auch neue Methoden der Prüfung und Bewertung der Sicherheit. Die BAM verfügt über entsprechende Prüftechnik und -erfahrung und erarbeitet Beurteilungsverfahren zu Sicherheitsfragen der Wasserstofftechnologie. Zudem forscht die BAM an Methoden, mit denen die Speicher optimiert und ihre Lebensdauer besser vorhergesagt werden können sowie zu weiteren Themen, wie der H2-Einspeisung in Erdgasleitungen.