Die Nanotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, eng verknüpft mit der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung. Deutschland gehört international zu den führenden Nanotechnologiestandorten.

Für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nano

Nanotechnologie ist aus vielen Bereichen des täglichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Die Partikel kommen beispielsweise in Farben und Lacken, Verpackungen, Lebensmitteln, Textilien und Kosmetika zum Einsatz. Aber auch bei der Entwicklung von neuen Materialien, Werkstoffen und Bauteilen spielt Nano eine große Rolle. Sicherheit und Zuverlässigkeit beim Einsatz von Nanomaterialien stehen für die BAM dabei im Vordergrund.

Nutzen und Risiken von Nano bewerten

Nano vereint als Querschnittstechnologie unter anderem Quantenphysik, Materialwissenschaften, Informatik, Chemie und Biologie. So weit dieses Gebiet ist, so vielfältig sind die Themen, die in der BAM bearbeitet werden. Zu den Projektinhalten zählen materialwissenschaftliche Fragestellungen, die Entwicklung von Mess- und Prüfverfahren, chemische Nanoanalytik oder nanoskalige Referenzmaterialien. Dazu gehört zum Beispiel eine eigens entwickelte Software für die Analyse von Nanomaterialien.

Sicherheit im Fokus

Nanomaterialien werden im Rahmen zahlreicher analytischer Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der BAM untersucht. Gleichzeitig erforscht man hier eine Vielzahl von praktischen Anwendungsfällen. Ob es darum geht, den Flammschutz von Kunststoffen zu verbessern oder Karosserien von Autos und Flugzeugen sicherer zu machen: Die BAM leistet mit ihrer Grundlagenforschung eine wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Nanotechnologie. Darüber hinaus beteiligt sie sich an der Entwicklung und Definition europäischer und internationaler Normen und unterstützt verschiedene Interessensgruppen dabei, die Sicherheit und Risiken von Produkten mit Nanomaterial besser einschätzen zu können.

Dazu hat die BAM zusammen mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und dem Umweltbundesamt (UBA) ihre gemeinsame Nano-Forschungsstrategie bis 2020 fortgeschrieben. Ziel ist eine sichere und verträgliche Nutzung innovativer Nanomaterialien über den gesamten Lebenszyklus; von der Materialentwicklung über Produktion, Verarbeitung und Nutzung bis zum Recycling oder zur Entsorgung.

Die gemeinsame Forschungsstrategie der Ressortforschungseinrichtungen ist Teil des im Herbst 2016 verabschiedeten Aktionsplans Nanotechnologie 2020 der Bundesregierung. Mit dem Aktionsplan soll die sichere und umweltverträgliche Herstellung und Nutzung von Nanomaterialien gewährleistet werden bei gleichzeitiger Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.