Beginn

07.09.2017 11:00 Uhr

Ende

08.09.2017 12:00 Uhr

Veranstaltungsort

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung Haus 5, Ludwig-Erhard-Saal
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

Veranstalter

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, N.i.Ke. Netzwerk zur interdisziplinären Kulturguterhaltung in Deutschland in Kooperation mit dem Ethnologischen Museum, SMB (Mathias Farke, Abt. III Restaurierung)

Eine kritische Betrachtung des Verfahrens zur „Bewertung von Emissionen aus Materialien für Museumsausstattungen“

Heutige Anforderungen an Museumsvitrinen beinhalten eine hohe Dichtigkeit und zugleich die Abwesenheit jeglicher Fremd- bzw. Schadstoffe in diesen Vitrinen. Diese Anforderungen sind u.U. nur sehr schwierig zu erfüllen, da es DAS emissionsfreie Material nicht gibt und so fast jede auch noch so kleine Emission von Stoffen zu einer Anreicherung innerhalb der Vitrine führen kann.

Die Schwierigkeit, diese unterschiedlichen Anforderungen zu vereinen, führte vor 5 Jahren zur Einführung von BEMMA, einem Verfahren zur Bewertung von Emissionen aus Materialien für Museumsausstattungen. Mit diesem Verfahren werden nicht die fertiggestellten Vitrinen, sondern die Materialien bewertet, die zum Bau von Vitrinen verwendet werden. Die erfolgreiche Bewertung der verwendeten Materialien nach dem BEMMA-Schema ist grundsätzlich keine Gewähr für eine emissionsfreie Vitrine, sondern schafft Voraussetzungen für die Auswahl geeigneter Materialien zur Herstellung möglichst emissionsarmer Vitrinen. Konkrete handwerkliche Durchführungen beim Bau, Dichtheitsanforderungen, wie auch die Umgebung der Vitrine beeinflussen die Emissionscharakteristik der fertigen Vitrine in der Praxis. Eine saubere Vitrine hilft nichts in einer belasteten Umgebung oder bei emittierenden Exponaten.

Nach 5 Jahren soll das BEMMA-Schema nun einer kritischen Bestandsaufnahme unterzogen werden. Experten diskutieren über Vor- und Nachteile des BEMMA-Schemas, die Erweiterung des bestehenden Verfahrens und über mögliche Alternativen zur schadstoffarmen Vitrine.

Vorträge

Begrüßung, Einführung in die Vorträge

Oliver Hahn, BAM

Praxis der präventiven Konservierung am Rathgen-Forschungslabor

Stefan Röhrs, Rathgen Forschungslabor, SMB

Messverfahren BEMMA-Schema – Entstehung, Anwendung, Grenzen

Wolfgang Horn, BAM

Das Bewertungsschema zur Emission von Materialien aus Museumsausstattungen - 5 Jahre Erfahrungen mit BEMMA

Matthias Farke, Ethnologisches Museum (SMB)

Qualitätssicherung für Museumsvitrinen

Alexandra Schieweck, Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut – WKI

Neue Vitrinen am Bayerischen Nationalmuseum. Alles nach BEMMA – alles in Ordnung?

Marcus Herdin, Bayerisches Nationalmuseum München

„Wie Sie sehen, sehen Sie nichts! Das ist nicht mehr genug!“ Von der Ganzglas-Vitrine zum konservatorisch hochwertigen Funktionspaket. Berichte aus der Praxis

Christoph Opis, Glasbau Hahn GmbH, Frankfurt

Emissionen aus Materialien für Museumsausstattungen – praktische Erfahrungen

Martina Broege, Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie GmbH, Dresden

Strategien zur Schadstoffprävention in Vitrinen am Germanischen Nationalmuseum - Erfahrungen mit dem BEMMA-Schema

Annika Dix, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Das Humboldtforum – die Koordination der Nutzerbelange im Rahmen der Baumaßnahme

Belinda Blum, Generaldirektion, SMB - Preußischer Kulturbesitz

BAM-Erfahrungen in 5 Jahren Zertifizierungspraxis auf der Grundlage des BEMMA-Schemas

Richard Schmidt, BAM

Teilnahmegebühr

keine

Anmeldung

Anmeldung über das Anmeldeformular.