Der Fachbereich Strukturanalytik sucht derzeit einen Studierenden (w/m/d) für eine Masterarbeit "Mechanisch angetriebene Chemie: Mechanismen mechanisch-chemischer Transformationen".

Mechanische Energie kann genutzt werden, um chemische und physikalische Umwandlungen voranzutreiben, ohne dass zusätzliche Lösungsmittel erforderlich sind. Diese Mechanochemie bietet daher beispiellose Möglichkeiten zur Entwicklung umweltfreundlicher, "grüner" chemischer Synthesen neuer Moleküle und Materialien. Im Jahr 2019 führte die the International Union for Pure and Applied Chemistry (IUPAC) die Mechanochemie unter den "10 chemischen Innovationen, die unsere Welt verändern werden". Reaktionen, die unter mechanochemischer Aktivierung durchgeführt werden, lassen sich jedoch nicht direkt mit vielen Aspekten der traditionellen Lösungs-Phasen-Transformationen vereinbaren. Daher sind grundlegende Studien über die Mechanismen mechanisch angetriebener Reaktionen erforderlich.

Grafik mechanochemischer Bildung von Goldnanopartikeln

Mechanochemische Bildung von Goldnanopartikeln

Quelle: BAM

Stellenbeschreibung

Das Ziel des Masterarbeitsprojekts ist die Erforschung der grundlegenden Aspekte, die die mechanochemische Reaktivität in organischen und anorganischen Materialien bestimmen. Dabei sollen neue Strategien für die nachhaltige und umweltfreundliche Herstellung neuer Moleküle und Materialien entwickelt werden. Das Projekt wird modernste experimentelle Ansätze anwenden, darunter zeitaufgelöste Raman-Spektroskopie, Röntgenbeugung und thermographische Charakterisierung. Möglicherweise sind auch Synchrotron-basierte zeitaufgelöste Beugungsmessungen möglich. Die experimentelle Charakterisierung wird durch atomistische Simulationen ergänzt.

Qualifikationen

  • Studium der Chemie, Materialwissenschaft, Physik oder verwandter Fächer
  • Grundkenntnisse der Röntgenbeugung
  • Kenntnisse von Python, Matlab oder Alternativen wären erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich

Projektbezogene Publikationen

[1] Kulla et al (2018) Angew. Chem. Int. Ed. DOI: 10.1002/anie.201800147

[2] Kulla et al (2017) Chem. Commun. DOI: 10.1039/C6CC08950J

[3] Batzdorf ef al (2015) Angew Chem. Int. Ed. DOI: 10.1002/ange.201409834

Kontakt

Dr. Franziska Emmerling
Fachbereich Strukturanalytik
Tel.: 030-8104-1133
E-Mail: Franziska.emmerling@bam.de