1990: Integration der DDR-Institutionen

Mit der Wiedervereinigung wird, entsprechend einer Empfehlung des Wissenschaftsrates, die Funktion der BAM als chemisch-technische Bundesanstalt verstärkt. Dazu werden die Abteilungen Chemie und Glas des aufgelösten Amtes für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung (ASMW) und der aufgelösten Akademie der Wissenschaften der DDR integriert. Die amtlichen Materialprüfungsaufgaben für das Land Berlin werden von der BAM schrittweise aufgegeben.

1993: Gutachten zum Billy Regal von IKEA

Käufer klagen 1993 über brennende Augen, Husten und Juckreiz. Der Grund: Aus den Spanplatten strömt krebserregendes Formaldehyd aus. Der Stern veröffentlicht das Thema und die BAM erstellt das Gutachten.

1994: Flammtest für die Verhüllung des Reichstags

Für die Verhüllung des Reichstags – ein Projekt von Christo und Jeanne-Claude – führt die BAM eine Prüfung des Stoffes durch. Das Material durfte auf keinen Fall brennbar sein, um das Gebäude im Ernstfall nicht zu beschädigen. Das BAM-Gutachten legt auch die Dauer der Verhüllung fest, die von der abnehmenden Festigkeit des Stoffes aufgrund von UV-Strahlung abhängt.

Flammtest Reichstagverhüllung

Flammtest Reichstagverhüllung

Quelle: BAM

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