Die BAM auf der Hannover Messe 2017

Impressionen von der BAM auf der Hannover Messe 2017 (Youtube Video öffnet im neuen Fenster)

Quelle: BAM

Wie lässt sich die Lebensdauer von Windenergieanlagen verbessern?
Wie sicher ist die Nutzung alternativer Treibstoffe?
Wie kann Mikroplastik in der Umwelt schnell nachgewiesen werden?

Auch 2017 ist die BAM wieder auf der Hannover Messe vertreten. Vom 24. bis 28. April 2017 werden im Bereich Research & Technology unter anderem aktuelle Forschungsprojekte aus den fünf Themenfeldern Energie, Infrastruktur, Umwelt, Material und Analytical Sciences vorgestellt. Zudem präsentiert sich die BAM als attraktive Arbeitgeberin und weist auf ihr Angebot zum Girls'Day hin.

Innovationen nach vorn bringen

Den Herausforderungen von Globalisierung und beschleunigter technologischer Entwicklung kann nur mit entsprechender Innovationsdynamik und -dichte begegnet werden. Grundvoraussetzungen dafür sind eine leistungsfähige Forschung und Entwicklung sowie Wissens- und Technologietransfer zur Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen. Mit der Innovationsagenda "Innovationspolitische Eckpunkte – Mehr Ideen in den Markt bringen", die neben einer technologieoffenen Innovationsförderung eine stärkere Fokussierung auf strategische Schlüsselbereiche und zukunftsrelevante Technologien beinhaltet, untermauert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) dieses Ziel.

Zur technischen Sicherheit von (neuen) Technologien und Prozessen leistet die BAM in den Spitzen- und Schlüsseltechnologien Materialwissenschaft, Werkstofftechnik und Chemie einen entscheidenden Beitrag. Sie forscht, prüft und berät mit ihrer fachlichen Kompetenz und langjährigen Erfahrung an den Schnittstellen von Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Politik. Eine Auswahl der Forschungsaktivitäten stellt die BAM auf der Hannover Messe 2017 vor.

Sichere Offshore-Windenergieanlagen

Die BAM erforscht im Projekt „Lebensdauerverlängerung und Betriebsfestigkeit von Windenergieanlagen“ (LeBeWind) den sicheren Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Methoden zur zuverlässigen Schadenserkennung, -lokalisation und -bewertung mit dem Ziel, die Betriebsfestigkeit der Anlagen zu gewährleisten und deren Lebensdauer zu verlängern. Insbesondere gilt es, Schadensdetektion- und Reparaturkonzepte zu entwickeln, die auch auf See effizient funktionieren. Dazu bündelt die BAM Kompetenzen aus Ingenieurbau, Werkstofftechnik und Materialwissenschaften. Teilprojekte widmen sich der Reparatur von Rotorblättern, dem Korrosionsschutz durch Beschichtungen, der Verbindung von Stahlrohren über Spezialmörtel und der Betriebsfestigkeit des Triebstrangs. Übergreifende Themen sind Zustandserfassung und -bewertung, insbesondere zerstörungsfreie Prüfung sowie die Prävention möglicher Schäden.

Lesen Sie mehr zum Thema "Inspektion von Rotorblättern"

Themenfeld Energie

Sicherheit von Verkehrsinfrastrukturen

Im BAM Projekt „Sicherheit von Verkehrsinfrastrukturen“ (SiVi) werden verschiedene Szenarien zur Stofffreisetzung von verflüssigtem Erdgas (LNG) in Tunneln erforscht. Auf dem BAM Testgelände Technische Sicherheit in Horstwalde bei Berlin hat die BAM eine Versuchsanlage mit den Abmessungen eines Tunnelbauwerks errichtet, die es ermöglicht, die Ausbreitung von LNG unter realen Bedingungen zu untersuchen und mögliche Folgen wie z.B. die Zündung des Stoffgemisches mittels Rechenmodellen weitergehend zu erforschen. Untersucht werden die Auswirkungen auf die Bauwerks- und Personensicherheit sowie den Transport von Gefahrgut in Tunneln.

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Themenfeld Infrastruktur

Verteilte Akustische und faseroptische Sensorik

Im BAM-Projekt „Anwendung der verteilten akustischen und faseroptischen Sensorik zur kontinuierlichen Überwachung von Rohrleitungen“ (AGIFAMOR) wird der Einsatz faseroptischer Sensorik zur Detektion von Schäden an Rohrleitungen untersucht. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem kontinuierlichen Monitoring mittels verteilter faseroptischer akustischer Sensorik (DAS), um die akustischen Phänomene zu detektieren die durch Schäden hervorgerufen werden.

Lesen Sie mehr zum Projekt "Frühwarnsystem für Rohrleitungen"

Themenfeld Infrastruktur

Mikroplastik schneller messen

Die BAM hat eine neue und bisher einzigartige Methode zur Messung von Mikroplastik in der Umwelt entwickelt. Umweltproben werden erhitzt und die entstehenden gasförmigen Zersetzungsprodukte analysiert. Da Kunststoffe spezifische Zersetzungsprodukte bilden, die sich von denen der Umweltmatrix unterscheiden, lassen sich die Art und Menge der darin enthaltenen Mikroplastik schnell bestimmen.

Lesen Sie mehr zum Thema "Mikroplastik schneller messen"

Themenfeld Umwelt

Korrosionsschnelltest „KorroPad“

Nichtrostender Stahl ist von einer schützenden Chromoxidschicht, auch Passivschicht genannt, umgeben. Durch Fehler in der Verarbeitung kann es vorkommen, dass sich die Schutzschicht nicht überall auf der Oberfläche ausbildet. So kann es zu lokaler Rostbildung kommen. Die BAM hat einen Farbschnelltest entwickelt, mit dem die Oberfläche nichtrostender Stähle schnell, preiswert und vor allem auch von Nicht-Fachleuten überprüft werden kann. Bislang übliche Methoden, wie beispielsweise der Salzsprühnebeltest, sind zeit- und kostenintensiv und zerstören die Oberfläche des Stahls. Mit dem KorroPad-Korrosionsschnelltest der BAM lassen sich Stähle dagegen schnell und zerstörungsfrei testen, indem freigesetzte Eisenionen durch einen Farb-Indikator direkt sichtbar gemacht werden. Das KorroPad ist in der Anwendung simpel und eine Einschätzung des Passivschichtzustands somit ohne Vorkenntnisse möglich. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig und reichen von der Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle, bis hin zur Prozessüberwachung und -optimierung, oder Prüfung der Schweißnahtnachbearbeitung.

Lesen Sie mehr zum Thema "KorroPad - einfach, schnell, zerstörungsfrei"

Themenfeld Material

RFID-Sensoren für die Bauteilüberwachung

Im Projekt „Kommunizierende Sensorsysteme für die Bauteil- und Umweltüberwachung“ (KonSens) untersucht die BAM die vollständige und dauerhafte Einbettung von Sensoren in Stahlbetonkomponenten von Brücken und anderen Bauwerken. So sollen zukünftig Korrosionsschäden und Sanierungsbedarfe schneller und kostengünstiger ermittelt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema "Verkehrsbauten effizient überwachen"

Themenfeld Analytical Sciences

Fallversuche & Beanspruchungsanalysen

Die BAM verfügt über einen Prüfstand für geführte Fallversuche inklusive vielseitiger Messtechnik, mit dem dynamische, individuell anpassbare Crash-, Biege- und Kompressionsversuche durchgeführt werden können. Dies umfasst Grundlagenuntersuchungen an Werkstoffen bis hin zu Beanspruchungsanalysen seriennaher Komponenten aus verschiedenen industriellen Bereichen.

Fallversuche und Beanspruchungsanalysen: links ein Prüfstand für geführte Fallversuche; rechts ein Versuchsaufbau zur Charakterisierung von stoßdämpfenden Werkstoffen

Fallversuche und Beanspruchungsanalysen: links ein Prüfstand für geführte Fallversuche; rechts ein Versuchsaufbau zur Charakterisierung von stoßdämpfenden Werkstoffen

Quelle: BAM

Die BAM unterstützt Projektpartner bei der Erstellung einer Versuchsmethodik, der experimentellen Umsetzung und anschließenden Auswertung der Versuchs- und Messdaten. Der Prüfstand ermöglicht Untersuchungen mit einer Belastungsgeschwindigkeit von bis zu 15,3 m/s und Fallgewichtsmassen bis zu 1.000 kg auf ein unnachgiebiges Fundament. Durch den Aufbau des Prüfstands können Komponenten mit einer Breite von bis zu 1600 mm und einer Länge von 5000 mm geprüft werden. Ein pneumatisch gesteuertes Auffangsystem kann die Fallmasse nach dem Aufprall aufgefangen, so dass ein Sekundäraufprall keine weiteren Schädigungen am zu untersuchenden Objekt verursacht.

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Themenfeld Analytical Sciences

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