24.08.2020

 Ein 3D-Drucker, der Metall druckt. Metall wird unter der Einwirkung eines Lasers in Form gesintert.

Ein 3D-Drucker, der Metall druckt. Metall wird unter der Einwirkung eines Lasers in Form gesintert.

Quelle: iStock

Projektlaufzeit

01.07.2020 - 31.12.2022

Projektart

Verbundforschungsprojekt

Projektstatus

Laufend

Themen

Kurzbeschreibung

Das Ziel des Projekts "MRO 2.0 - Maintenance, Repair & Overhaul" ist es, neue Technologien für Maintenance and Repair-Aktivitäten zu entwickeln, die zeitgleich ein Upgrade, d.h. eine Verbesserung der Eigenschaften des Bauteils, bedeuten. Verbesserte Eigenschaften wiederum führen zu höherer Effizienz und niedrigeren Emissionen.

Ort

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

MRO 2.0 - Maintenance, Repair & Overhaul

Gegenstand

Durch den Einsatz von Zukunftstechnologien wie digitale Lösungen oder additive Fertigungsverfahren können Produkt‐ und Prozessinnovationen entstehen, die eine Verlängerung der Betriebsintervalle ermöglichen. Im Rahmen des Werner-von-Siemens Centres sollen Bauteile, Anlagen und Maschinen nicht mehr klassisch repariert werden, sondern während der Reparatur mit besseren Eigenschaften durch neue Technologien ausgestattet werden: Upgrade statt Repair.

Methoden

Maintenance, Repair and Overhaul bezeichnet das klassische Instandhaltungs- und Reparaturgeschäft, mit dem Bauteile, Anlagen und Maschinen instandgesetzt werden. Typischerweise erfolgt dies durch statische Reparaturprozessketten, in denen fortwährend die gleichen Wertschöpfungsschritte ablaufen. Nach der Reparatur bzw. Instandhaltung werden die Anlagen und Maschinen mit identischen Eigenschaften weiter betrieben.

Ziele

Im Projekt werden neue dynamische Prozessketten entwickelt, in denen durch Digitalisierung die Wertschöpfungsschritte vorgegeben werden. Dabei soll jedes Bauteil eine individuelle Reparaturkette durchlaufen. Diese Entwicklung soll am Beispiel von Gasturbinenschaufeln demonstriert werden, die nach der Reparatur mit höheren Temperaturen oder längeren Betriebsintervallen betrieben werden können.

MRO Indoor Panorama

In der neu errichteten Fertigungshalle der Siemens Energy wird zukünftig an den Reparatur- und Instandhaltungsthemen geforscht.

Quelle: Werner-von-Siemens Center

Themen der BAM

Reparatur von Turbinenschaufeln mittels adaptiver additiver Fertigung
Prof. Kai Hilgenberg, Fachbereich Schweisstechnische Fertigungsverfahren

Schadensanalyse
Fachbereich Experimentelle und modellbasierte Werkstoffmechanik, Dr. Jürgen Olbricht

Bestimmung von Wanddicken von Turbinenschaufeln
BAM Fachbereich Akustische und elektromagnetische Verfahren, Dr.-Ing. Jens Prager

Detektion von Rissen von Turbinenschaufeln
BAM Fachbereich Thermografische Verfahren, Dr. Mathias Ziegler

Projektkoordination

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Dr.-Ing. Jens Prager

Partner

Siemens AG
Siemens Energy
Fraunhofer-Gesellschaft, verschiedene Institute
TU Berlin, verschiedene Lehrstühle
Mehr als 25 kleine und mittlere Unternehmen aus Berlin and Brandenburg

Förderung

Das Projekt wird im Rahmen Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science durchgeführt. Es wird gefördert von der Investitionsbank Berlin (ProFIT) und kofinanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Logo

Logo des EU European Regional Development Fund

Quelle: EU