10.06.2017

Fahrbahn-Vergussfuge

Fahrbahn-Vergussfuge im Belastungstest

Quelle: BAM

Projektlaufzeit

01.04.2016 - 31.05.2019

Projektart

Verbundforschungsprojekt

Projektstatus

Laufend

Kurzbeschreibung

Das Projekt INFUSE-SensoJoint hat die Aufgabe, die Einwirkungen auf Fugensysteme von Betonfahrbahndecken in hoch beanspruchten Verkehrswegen mit Hilfe einer qualitativen und quantitativen Analyse zu kennzeichnen. Dazu ist anwendungsgerechte Sensorik und innovatives Datenmanagement zu entwickeln.

Ort

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

Betonfahrbahn auf der A2

Betonfahrbahn auf der A2

Quelle: BAM

In hochbeanspruchten Betonfahrbahndecken stellen Fugenausbildung und Fugenfüllsysteme besonders sensible Schnittstellen dar. Das Projekt INFUSE-SensoJoint hat die Aufgabe, die realen Einwirkungen auf Fugensysteme von Betonfahrbahndecken in hochbeanspruchten Verkehrswegen mit Hilfe einer qualitativen und quantitativen Analyse zu kennzeichnen. Dazu ist anwendungsgerechte Sensorik und innovatives Datenmanagement zu entwickeln.

Ein Pfeil in der Mitte einer Zielscheibe

Quelle: BAM

Mit Hilfe neuer Erkenntnisse werden die Grundlagen für eine gebrauchsorientierte, konstruktive und materialoptimierte Bemessung und Gestaltung von Fugenfüllsystemen in Betonfahrbahndecken geschaffen. Dies bildet die Basis für eine weitere Ertüchtigung der Betondeckenbauweise und der Stärkung ihrer Potentiale hinsichtlich Zuverlässigkeit, Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit. Die neuen Erkenntnisse sind die Grundlage der Weiterentwicklung von nationalen aber auch von europäischen technischen Regelungen.

Stilisierter Programmablaufplan

Quelle: BAM

Neuartige mehraxiale Deformationssensoren sollen die mechanischen Beanspruchungen von Fugenfüllungen in Betonfahrdecken kontinuierlich erfassen. Besondere Messalgorithmen dienen der Aufklärung von speziellen Bewegungen. Auch klimatische Randbedingungen werden erfasst. Zusätzlich erfolgt eine Ermittlung des Oberflächenprofils ausgewählter Betonplattenoberflächen. Mit Hilfe einer speziellen Technologie zur Erfassung, Verarbeitung und Übertragung von Messwerten wird die praxisnahe Methodik abgerundet.

Händeschütteln

Quelle: BAM

Kooperationspartner der BAM
Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) unter der Projektnummer FE 08.0244/2015/FRB

Förderung
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unter dem Zeichen FE08.0244/2015/FRB gefördert.

INFUSE-SensoJoint - Ermittlung realer Beanspruchungen von Fugensystemen in Betonfahrbahnen

Fugenausbildung und Fugenfüllsysteme stellen besonders sensible Schnittstellen in hoch beanspruchten Betonfahrbahndecken dar. Voraussetzung für eine Optimierung von Fugensystemen mit dem Ziel einer erhöhten Nutzungsdauer und minimiertem Erhaltungsaufwand ist die Kennzeichnung der Einwirkungen. Das Projekt INFUSE-SensoJoint hat die Aufgabe, die realen Einwirkungen auf Fugensysteme von Betonfahrbahndecken in hochbeanspruchten Verkehrswegen qualitativ und quantitativ zu analysieren. Dazu ist anwendungsgerechte Sensorik und innovatives Datenmanagement zu entwickeln.

Fugenfüllsysteme in Betonfahrbahndecken von Bundesautobahnen unterliegen extrem hohen mechanischen Beanspruchungen aus dem ständig wachsenden Verkehrsaufkommen. Zusätzlich sind sie zunehmenden klimatischen Beanspruchungen unterworfen. Die Leistungsfähigkeit und vor allem Dauerhaftigkeit der aktuellen materialtechnischen und konstruktiven Lösungen ist nur bedingt befriedigend. Zur Erarbeitung wissenschaftlich basierter Bemessungskriterien und Bewertungsverfahren ist die Kenntnis der relevanten Einwirkungen bzw. Beanspruchungen von Fugenfüllsystemen eine grundlegende Voraussetzung.

Das Projekt INFUSE-SensoJoint liefert qualitative und quantitative Informationen über die Beanspruchungen von Fugenfüllsystemen unter den hohen Beanspruchungen im Bundesautobahnnetz. Es wird eine praxisgerechte Lösung zur Sensorik entwickelt sowie eine Messstation zur Erfassung mechanischer und klimatischer Messgrößen einschließlich Datenmanmagement für in-situ Untersuchungen.

Durch die neuen Erkenntnisse werden die Grundlagen für eine anwendungsorientierte konstruktive und materialoptimierte Bemessung und Gestaltung von Fugenfüllsystemen in Betonfahrbahndecken geschaffen. Gleichzeitig können die Einwirkungen quantifiziert werden und als Grundlage für eine praxisnahe Bewertung und Gütesicherung dienen. Damit wird die Basis für eine weitere Ertüchtigung der Betondeckenbauweise und der Stärkung ihrer Potentiale hinsichtlich Zuverlässigkeit, Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit geschaffen. Die neuen Erkenntnisse sind die Grundlage für eine Weiterentwicklung von nationalen aber auch von europäischen technischen Regelungen.

Methoden

Mit Hilfe neuartiger mehraxialer Deformationssensoren wird die Möglichkeit geschaffen, die mechanischen Beanspruchungen von Fugenfüllungen - sogar direkt im Rollbereich des Schwerverkehres - kontinuierlich zu erfassen. Spezielle Messalgorithmen dienen der Aufklärung von jahreszeitlichen bzw. durch den Verkehr induzieren Bewegungen. Auch werden klimatische Randbedingungen sowohl über die Höhe der Betondecke als auch im Sensor und in der Umgebungsatmosphäre erfasst. Zusätzlich erfolgt punktuell eine Ermittlung des Oberflächenprofils ausgewählter Betonplattenoberflächen. Damit wird insgesamt eine differenzierende Bewertung der Messergebnisse möglich. Eine spezielle Messtechnik rundet die praxisnahe Methodik ab.

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