02.04.2019

Thermogramm eines Rotorblatts beim Abkühlen

Thermogramm eines Rotorblatts beim Abkühlen

Quelle: BAM

Da Windkraftanlagen, insbesondere im Offshore-Bereich, hohen Belastungen ausgesetzt sind, prüfen bisher Industriekletterer den Zustand der Rotorblätter regelmäßig per Sichtprüfung und Klopfen auf strukturelle Defekte. In der Praxis kommt mittlerweile auch die Methode der aktiven Thermografie zum Einsatz. Dazu wird Wärme auf die Oberfläche eines Rotorblatts eingebracht und die Temperaturverteilung mit Hilfe einer Thermografiekamera beobachtet. So lässt sich die Prüfung auf tiefliegende Defekte schneller und kontaktlos durchführen.

"Wir wollen das thermografische Verfahren so weiterzuentwickeln, dass es reproduzierbar und zuverlässig in der Praxis eingesetzt werden kann – sowohl während der Produktion als auch draußen im Feld", erklärt Dr. Rainer Krankenhagen, Experte für thermografische Verfahren an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

Auf der Hannover Messe können sich Besucherinnen und Besucher im Detail über das Projekt „Thermofas - Thermografie für die Qualitätssicherung an Faserverbundwerkstoffen für die Windkraftbranche“ informieren. Die BAM stellt das Projekt am Messestand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vor (Halle 2 "Research & Technology", Stand C28).

In der gleichen Halle (Halle 2, Stand C 51) präsentiert die BAM unter dem Motto „We add Safety to Additive Manufacturing“ ihre Forschung zum Thema additive Fertigung. Außerdem stellt die BAM ihr Engagement in der Förderung von Ausgründungen vor.

Einen Überblick über die Bandbreite unserer Forschung gibt die Publikation Additive Fertigung an der BAM – Sicherheit im Fokus