21.04.2017

Untersuchungen zur Entzündung und Brandfolge aufgrund einer Gasfreisetzung aus einem Kraftstofftank

Untersuchungen zur Entzündung und Brandfolge aufgrund einer Gasfreisetzung aus einem Kraftstofftank

Quelle: BAM

Auf der Hannover Messe 2017 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) Forschung zur sicheren Nutzung von Liquid Natural Gas (LNG) im Straßenverkehr. Das BAM Projekt „Sicherheit von Verkehrsinfrastrukturen“ (SiVi) im Themenfeld Infrastruktur untersucht dazu, wie sich das Flüssiggas bei verschiedenen Unfallszenarien in Tunneln verhält. Ziel ist es, Risiken bei der Nutzung alternativer Kraftstoffe zu minimieren und die Sicherheit zu erhöhen.

Durch die hohe Umweltverträglichkeit gewinnt LNG als Kraftstoff zunehmend an Bedeutung, vor allem für schwere Nutzfahrzeuge. Jedoch ist ein erhöhter Einsatz von LNG im Straßenverkehr auch mit bislang unerforschten Risiken verbunden.

Unfallszenarien mit LNG in Tunneln erforschen

Unter der Leitung von Dr. Christian Knaust aus dem Fachbereich Bauwerkssicherheit der BAM, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Szenarien zur Ausbreitung von LNG in Tunneln und mögliche Folgen, wie einen Brand oder eine Explosion. Auf dem BAM Testgelände Technische Sicherheit in Horstwalde (BAM TTS) hat das Projektteam dazu eine Tunnel-Testanlage im Realmaßstab für Versuche aufgebaut.

Um mögliche Risiken bei Unfällen mit LNG-Fahrzeugen im Straßenverkehr zu erforschen, arbeitet das Team von Dr. Christian Knaust eng mit den BAM-Fachbereichen Sicherheit von Transportbehältern und Konstruktiver Brand- und Explosionsschutz zusammen. So können verschiedene Fragestellungen, wie Auswirkungen auf die Personen- und Bauwerkssicherheit sowie den Transport von Gefahrgut in Tunneln im Projekt beleuchtet werden.

Sicherheit von Tunneln und LNG-Fahrzeugen erhöhen

Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, das Risikopotential zur Nutzung von LNG zu bewerten und entsprechende Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber zu erarbeiten. So könnten beispielsweise neue Sicherheitsabstände für LNG-Fahrzeuge definiert werden, um die Sicherheit zu erhöhen.

Die BAM auf der Hannover Messe 2017

Am BAM-Stand auf der internationalen Leitmesse Research & Technology, Halle 2, Stand A02, können sich Besucherinnen und Besucher umfassend über das SiVi-Projekt informieren.

Weitere Informationen zum BAM-Auftritt auf der Hannover Messe finden Sie hier.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.