24.04.2017

Offshore-Windenergieanlage

Offshore-Windenergieanlagen sind vielfältigen Witterungsbedingungen ausgesetzt

Quelle: BAM

Auf der Hannover Messe 2017 zeigt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) wie Offshore-Windenergieanlagen kontinuierlich sicher betrieben werden können. Das Projekt „Lebensdauerverlängerung und Betriebsfestigkeit von Windenergieanlagen“ (LeBeWind) ist ein Beispiel für die vielseitige Forschung der BAM im Themenfeld Energie.

Ein wichtiger strategischer Pfeiler der Energiewende sind Offshore-Windenergieanlagen. Dank ihrer hohen Auslastung arbeiten sie effizienter als Windräder an Land. Jedoch sind Offshore-Windenergieanlagen großen Belastungen durch Wind, Wellen und Salzwasser ausgesetzt. Um den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen sicherzustellen, ist es entscheidend, deren Instandhaltungs- und Reparaturkosten zu minimieren. Im Projekt LeBeWind erforscht die BAM daher mögliche Schäden an Offshore-Windenergieanlagen und geeignete Reparaturkonzepte.

„Im Mittelpunkt unserer Untersuchungen stehen Methoden zur zuverlässigen Schadenserkennung, -lokalisation und -bewertung mit dem Ziel, die Betriebsfestigkeit der Anlagen zu gewährleisten und deren Lebensdauer zu verlängern“, erklärt LeBeWind-Projektleiter Dr.-Ing. Matthias Baeßler vom Fachbereich Ingenieurbau der BAM.

Wartungs- und Reparaturbedarf schneller ermitteln

Insbesondere gilt es, Schadensdetektion- und Reparaturkonzepte zu entwickeln, die auch auf See effizient funktionieren. Dazu bündelt die BAM Kompetenzen aus Ingenieurbau, Werkstofftechnik und Materialwissenschaften. So arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Beispiel an innovativen Methoden wie der Thermografie, mit der Instandhaltungs- und Reparaturbedarfe von Rotorblättern effizienter ermittelt werden können.

Weitere Teilprojekte widmen sich dem Korrosionsschutz durch Beschichtungen, der Verbindung von Stahlrohren über Spezialbetone und der Betriebsfestigkeit des Triebstrangs. Übergreifende Themen sind Zustandserfassung und -bewertung, insbesondere zerstörungsfreie Prüfung sowie die Prävention möglicher Schäden.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt LeBeWind kommen der Wirtschaft zugute und gehen in die Beratung von Behörden sowie in die Regelsetzung ein.

Die BAM auf der Hannover Messe 2017

Am BAM-Stand auf der internationalen Leitmesse Research & Technology, Halle 2, Stand A02, können sich Besucherinnen und Besucher umfassend über das Projekt LeBeWind informieren.

Weitere Informationen zum BAM-Auftritt auf der Hannover Messe finden Sie hier.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.