17.02.2017

Dr. Franziska Fischer während ihrer Präsentation für den Dissertationspreis Adlershof

Dr. Franziska Fischer gewinnt mit ihrer Präsentation „Geschüttelt, nicht gerührt – Chemie in der Kugelmühle“ den Dissertationspreis Adlershof

Quelle: IGAFA, Fotograf: Matthias Brandt

Dr. Franziska Fischer vom Fachbereich Strukturanalytik untersucht am BAM-Standort Adlershof Cokristalle – genauer: Wie durch mechano-chemische Prozesse auf kristalliner und molekularer Ebene neue Verbindungen entstehen. Dabei geht es um die Entwicklung von umweltverträglichen und kosteneffizienten Synthesemethoden, die zum Beispiel in der Pharmazie Anwendung finden können. Zu diesem Thema promovierte sie am Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und gewann jetzt den Dissertationspreis Adlershof.

Als eine von insgesamt drei Nominierten setzte sich Dr. Franziska Fischer um den Dissertationspreis Adlershof am 15. Februar 2017 im Rahmen eines Wettbewerbes an der HU durch. Die Herausforderung dabei: In nur 15 Minuten mussten die Nominierten das Thema ihrer Arbeit dem Publikum verständlich näher bringen. Dr. Franziska Fischer konnte mit ihrer Präsentation „Geschüttelt, nicht gerührt – Chemie in der Kugelmühle“ die Jury überzeugen und wurde für die beste Präsentationsfähigkeit mit dem 3.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. „Ich freue mich über die Auszeichnung – vor allem, da so ein auf den ersten Blick recht abstrakt klingendes Thema stärker in den Mittelpunkt der Wahrnehmung rückt“, so Dr. Franziska Fischer.

„Wir gratulieren Frau Dr. Fischer zu diesem herausragenden Preis“, so Prof. Ulrich Panne, Präsident der BAM. Diese Auszeichnung verdeutlicht wieder einmal mehr, dass an der BAM hervorragend qualifizierte Wissenschaftlerinnen tätig sind, die an vielfältigen Themen von hoher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung forschen“.

Dr. Franziska Emmerling, Leiterin des Fachbereiches Strukturanalytik, betreute die Promotion an der BAM und unterstützte Dr. Franziska Fischer auch im Vorfeld des Wettbewerbes. „Wir sind sehr stolz auf die exzellente Arbeit von Frau Dr. Fischer – sowohl in wissenschaftlicher Hinsicht als auch auf die aktuelle Präsentation zum Dissertationspreis Adlershof“, so Dr. Franziska Emmerling. „Die Ergebnisse der Arbeit von Frau Fischer sind beispielsweise für die Herstellung von Wirkstoff-Kombinationen hochinteressant.“

Dr. Franziska Fischer gewinnt Dissertationspreis Adlershof

Übergabe der Auszeichnung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Klaus Rademann vom Institut für Chemie, HU Berlin, bei dem Frau Dr. Fischer promoviert hat, Prof. Ulrich Panne, Präsident der BAM, Dr. Franziska Fischer, Dr. Franziska Emmerling, Leiterin des Fachbereiches Strukturanalytik

Quelle: IGAFA, Fotograf: Matthias Brandt

Über den Dissertationspreis Adlershof

Seit 2002 vergeben die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e.V. (IGAFA) und die WISTA-MANAGEMENT GMBH alljährlich gemeinsam den mit 3.000 Euro dotierten Dissertationspreis Adlershof.

Zielgruppe sind alle Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die ihre Promotion in Adlershof angefertigt und mit dem Prädikat von mindestens „sehr gut“ (magna cum laude) abgeschlossen haben. In einem Live-Wettbewerb treten jeweils drei Nominierte gegeneinander an. Wer sein Thema am lebendigsten und verständlichsten präsentiert, gewinnt den Preis.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.