21.09.2016

Gefahrgutverpackung

Gefahrgutverpackung für entzündliche feste Stoffe

Quelle: BAM, Fachbereich Gefahrgutverpackungen

Auf der 66. IAA Nutzfahrzeuge informiert die BAM zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über Entwicklungen im Gefahrgutrecht. Außerdem präsentiert die BAM Neuerungen der Datenbank GEFAHRGUT, die das Planen und Überwachen von Gefahrguttransporten erleichtern sollen. Die Vorstellungen finden am 27. September im Rahmen des IAA-Symposiums „Gefahrguttag“ statt.

„Der zunehmende Einsatz neuer Technologien, wie Lithium-Ionen-Batterien oder Autogastanks, stellt neue Herausforderungen an deren sichere Lagerung und Transport“, so Dr. Thomas Goedecke, Leiter des Fachbereichs Gefahrgutverpackungen der BAM. „Wir freuen uns dieses wichtige Thema auf der IAA zu präsentieren, denn die BAM trägt mit ihren Untersuchungen und Bewertungen im Bereich Gefahrgut entscheidend dazu bei, dass sicherheitstechnische Standards mit dem technischen Fortschritt Schritt halten.“

Rund 290 Mio. Tonnen Gefahrgut werden jährlich durch Deutschland transportiert, fast die Hälfte davon (47 %) im Straßenverkehr. Gefahrguttransporte waren im Jahr 2014 bei über 43.000 Unfällen beteiligt. Um die Sicherheit von Gefahrguttransporten zu erhöhen, wirkt die BAM auf nationaler und internationaler Ebene an der Fortschreibung der Regelwerke zur Verpackung und Transport gefährlicher Güter mit und überwacht deren Zulassung. Darüber hinaus berät die BAM das BMVI in allen Fragen der Sicherheit hinsichtlich der Beförderung gefährlicher Güter.

Wie Gefahrgut im Straßenverkehr transportiert werden darf, bestimmt im Wesentlichen das ADR, das „Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“. Am 1. Januar 2017 tritt die neue Fassung in Kraft, die u.a. auch den Transport beschädigter Leuchtmittel und Lithium-Ionen-Batterien neu regelt. Welche Gefahrgut-Themen zukünftig an Bedeutung gewinnen werden, erörtert Dr. Goedecke in seinem Vortrag auf dem IAA-Symposium.

Auf der IAA gibt die BAM auch erste Einblicke in die neue Version der Datenbank GEFAHRGUT, die ab Dezember verfügbar ist. Die Datenbank, ist ein gemeinsames Projekt mit dem BMVI und bietet Unternehmen und Behörden Hilfestellungen, die das Planen, Durchführen und die Kontrolle von Gefahrguttransporten verbessern soll.

Das IAA-Symposium „Gefahrguttag“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des BMVI und des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier.

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