05.04.2016

Die Sommerschule findet im BAM-Zweiggelände Adlershof statt

Quelle: BAM

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) veranstaltet in Zusammenarbeit mit den Junganalytikern der Fachgruppe „Analytische Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) eine Sommerschule zum Thema „Qualitätssicherung in der Analytischen Chemie“. Die Veranstaltung findet vom 4. bis 8. Juli 2016 in Berlin statt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Wie integriert man in der Analytischen Chemie erfolgreich Aspekte der Qualitätssicherung in die strategische Planung einer Methodenentwicklung?

Um diese Frage dreht sich eine Sommerschule, die von der Bundesanstalt für Materialforschung und prüfung gemeinsam mit den Junganalytikern der Fachgruppe „Analytische Chemie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker angeboten wird und vom 4. bis 8. Juli 2016 in Berlin stattfindet.

„Doktorandinnen und Doktoranden, die sich in ihren Themen beispielsweise mit der analytischen Methodenentwicklung befassen, erzeugen oft eine Fülle von Daten und Ergebnissen, die fachspezifisch ausgewertet und beurteilt werden müssen“, sagt Prof. Irene Nehls, Leiterin des BAM-Fachbereichs 1.2 „Organische Spurenanalytik“ und Initiatorin der Sommerschule. „Dabei sollten diese Ergebnisse neben den rein wissenschaftlichen auch den Anforderungen der Qualitätssicherung genügen.“

Im Fall der gezielten Methodenentwicklung bedeutet das, dass diese immer von einem Prozess der Validierung begleitet wird - dem dokumentierten Nachweis, dass eine Methode für den vorgesehenen Einsatzzweck geeignet ist und die definierten Anforderungen erfüllt.

Dabei geht es um die systematische Erfassung von Verfahrenskenndaten, wie Richtigkeit und Präzision, Linearität und Kalibrierfunktion, Wiederfindung, Bereichsgrenzen, Trennschärfe und Messunsicherheit.

Zielgruppe: Promovierende aus analytischen Arbeitskreisen

Damit diese qualitätssichernden Aspekte bereits bei der strategischen Planung einer Methodenentwicklung entsprechende Beachtung finden, richtet sich die geplante Sommerschule vor allem an Doktorandinnen und Doktoranden, die noch am Anfang ihrer Arbeit stehen.

In der einwöchigen Veranstaltung, die sich ausschließlich an Doktorandinnen und Doktoranden analytischer Arbeitskreise richtet, sollen die Teilnehmer mit den wichtigsten Grundbegriffen der internen und externen Systeme der Qualitätssicherung in der Analytischen Chemie vertraut gemacht werden.

Veranstaltungsort: BAM-Zweiggelände Adlershof

Die Sommerschule findet im Konferenzsaal des neuen BAM-Gebäudes in Berlin-Adlershof statt und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BAM-Abteilung 1 „Analytische Chemie; Referenzmaterialien“ bieten Vorträge, Übungen und ausgewählte Praktika an.

Am letzten Tag wird nach einem erfolgreichen schriftlichen Abschlusstest ein Teilnahmezertifikat ausgestellt.

Exkursionen zu Unternehmen und „Beamline“ Bessy II eingeplant

Neben der anspruchsvollen Wissensvermittlung stehen auch zwei Exkursionen auf dem Programm.

In Kooperation mit der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e. V. (IGAFA ) gibt es eine Führung über den Campus Adlershof mit neuen und auch geschichtsträchtigen Gebäuden sowie einem Besuch bei BESSY II. Dort wird eine Beamline (BAMline) besichtigt, die Experimentier- und Messaufbauten für die zerstörungsfreie Prüfung an Werkstoffen und Bauteilen und analytische Methoden für Fragestellungen auf unterschiedlichen Größenskalen bereithält.

In der zweiten Exkursion ist ein Besuch bei Berlin-Chemie geplant, einem Berliner Pharmaunternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft zur BAM.

Anmeldung ab sofort möglich

Anmeldungen können bis zum 2. Mai 2016 per E-Mail an die Vertreterin der Junganalytiker, Frau Maria Viehoff (maria.viehoff@uni-muenster.de) geschickt werden.

Es stehen 50 Plätze zur Verfügung. Die Teilnahme kostet für Mitglieder der GDCh-Fachgruppe „Analytische Chemie“ 50 €, für Nichtmitglieder 100 €. Reise- und Aufenthaltskosten sind selbst zu tragen. Veranstaltungssprache ist deutsch.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.
Als Ressortforschungseinrichtung des BMWi forscht, prüft und berät die BAM zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.