07.06.2016

BAM Standort in Berlin Adlershof

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni bietet die BAM Einblicke in ihre Forschung am Standort Adlershof.

Quelle: BAM

Wo findet sich Acrylamid und wie kann eine mehr als 100 Jahre alte Methode, die Chromatographie, zur heutigen Hightech-Spurenanalytik solcher und anderer Schadstoffe beitragen? Diese und andere spannende wissenschaftliche Fragen werden allgemeinverständlich bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in der Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni 2016 beantwortet. Zum ersten Mal öffnet die BAM ihr neues Gebäude in der „Analytic City Adlershof“ für einen Blick hinter die Kulissen.

Was macht die BAM? In einem Satz: Wir gewährleisten Sicherheit in Technik und Chemie!

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften bieten BAM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 12 interessante Präsentationen: Allgemeinverständlich vorgestellt und passend für die ganze Familie! Ausnahmsweise dürfen die Kleinen einmal lange aufbleiben und lernen auch noch etwas dabei: Science mit Pep, statt Fernsehen mit Chips!

Hier einige Kostproben aus dem Programm:

  • Expedition Analytik: Kommen Sie mit uns auf Entdeckungstour!
  • Mühle statt Bunsenbrenner - mit Mechanochemie zu neuen Verbindungen
  • Mikroplastik in der Umwelt

Neugierig geworden? Besuchen Sie die BAM bei der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin!

Wann:
11. Juni 2016, ab 17:00 Uhr (bis 23:00 Uhr).

Wo:
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Richard-Willstätter-Straße 11, Haus 8.05, 12489 Berlin

Das neue Laborgebäude der BAM ist ein Neubau und wurde 2015 eingeweiht. Das Haus verbindet technische Besonderheiten mit anspruchsvoller Architektur und ist einen Besuch wert. Es bietet den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit seinen vielen Speziallaboratorien neuen Freiraum für Ideen und ist ein Ort für lebendige Interdisziplinarität. Der Campus Adlershof mit seinen zahlreichen universitären und außeruniversitären Partnern ist ein wichtiger Forschungsstandort für die BAM unter dem Motto „Adlershof. Science at work“. Hier entstehen Innovation und Technologietransfer für technische Sicherheit.

Informationen zur Langen Nacht der Wissenschaften und dem Ticketvorverkauf:
www.langenachtderwissenschaften.de

Das BAM-Programm bei der Langen Nacht der Wissenschaften

Expedition Analytik: Kommen Sie mit uns auf Entdeckungstour!
ab 17:00 Uhr
Wie werden Stoffe in Lebensmitteln, Alltagsgegenständen und Materialien untersucht? Wir zeigen Ihnen an praktischen Beispielen, wie unsere Wissenschaftler die Sicherheit in Technik und Chemie gewährleisten. Kommen Sie mit auf Expedition durch die Analytik in der BAM!

Analyse von Schwermetallen im Berliner Trinkwasser mittels ICP-MS
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Wir führen Multi-Elementanalysen für die Elemente Kupfer, Zink, Arsen, Cadmium, Quecksilber und Blei in Trinkwasserproben aus Berlin Adlershof durch, stellen die benötigten Geräte vor und zeigen die Laborräume.

Mikroplastik in der Umwelt
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Wir informieren über den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt, über Abbau und Zerkleinerung, Transport und Einlagerung in Sediment und Biota, über Methodenentwicklung und Validierung zur qualitativen und quantitativen Bestimmung von Mikroplastik in Umweltkompartimenten sowie über die Entwicklung entsprechender Referenzmaterialien.

Mühle statt Bunsenbrenner - mit Mechanochemie zu neuen Verbindungen
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Zwei Pulver in den Mörser, kurz miteinander vermahlen, fertig ist eine neue Substanz. So einfach kann eine chemische Synthese sein. Auf Glasgefäße und lange Kochzeiten kann man bei diesen Reaktionen verzichten, man arbeitet außerdem sehr umweltfreundlich. Versuchen Sie sich selbst in der Synthese. Wir zeigen Ihnen, wie man den Feststoffen beim Reagieren "zusehen kann".

Das "Urmeter" der Erdgase
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Wie genau kann man Gaszusammensetzungen heute messen? Wie schafft man es, dass alle dasselbe messen? Welche Techniken kommen dabei zum Einsatz?

Unser täglich Brot im Fokus der Lebensmittelanalytik
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Was haben Kaffee, Toast und Schokolade mit dem Schadstoff Acrylamid zu tun? Und wie kann eine mehr alte 100 Jahre alte Methode die Chromatographie zur heutigen Hightech-Spurenanalytik solcher und anderer Schadstoffe beitragen? Diese Fragen werden bei uns geklärt. Ein kleines Experiment veranschaulicht das Prinzip der Chromatographie.

Bestimmung von Atemalkohol ist wirklich alles messbar?
ab 17:00 Uhr
Wir demonstrieren das Verfahren und messen auch Ihren Atemalkohol vor und nach dem Genuss von Pralinen. Die Atemalkoholkontrolle hat sich als Alternative zur Blutprobe in der Praxis bewährt. Die BAM ist Hersteller für Ethanol-Referenzmaterialien zur Kalibrierung von Atemalkoholmessgeräten der Polizei.

Wunderbare Bioanalytik: Hier wird Geheimes sichtbar gemacht.
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Für den Nachweis von Schadstoffen in der Umwelt benutzen wir auch antikörperbasierte Schnelltests. Sie sind so empfindlich, dass man damit im Allgemeinen versteckte Dinge sichtbar machen kann. Bei uns können Sie zusehen, wie wir auf Ihren Geldscheinen Kokain nachweisen. Außerdem: das beliebte biochemische "Schiffe versenken" auf dem 8 x 12 Felder großen Schlachtfeld "Mikrotiterplatte". Versuchen Sie ruhig, unsere Mitarbeiter zu schlagen!

Wieviel Schmutz ist rein? Das Arbeiten im Reinraum
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 30 min, Dauer: 30 min
Um verlässliche Methoden für die medizinische Diagnostik und Umweltanalytik zu entwickeln sowie Zellen zu kultivieren, ist staub- bzw. keimfreies Arbeiten in einem Reinraum erforderlich. Aber was ist ein Reinraum? Viele stellen sich hier sterile Räume, keine Fenster und Personen in weißen Anzügen und Schutzmaske vor. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und erfahren Sie, was die Eigenschaften und Bedingungen eines Reinraumes sind und welche Anforderungen an die dort Beschäftigten gestellt werden.

Aerosolemissionen aus MPD-3D-Druckern
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Additive Manufacturing (AM) erfreut sich auch im Privatbereich und Bildungssektor zunehmender Beliebtheit, wenig beachtet bzw. bekannt ist bisher die damit verbundene Emissionsproblematik. Live-Demonstration der Partikelemissionen im Betrieb eines Low-Cost-Molten-Polymer-Deposition-3D-Druckers

Führung Technikum
ab 17:00 Uhr
Wir stellen Ihnen das Technikum für thermochemische Experimente vor und demonstrieren u. a. einen kleintechnischen Lichtbogenofen. Mit Postern und Exponaten werden verschiedene Forschungsthemen vorgestellt.

Wasserstoffbarrieren aus Glas
von 17:00 bis 23:00 Uhr, alle 60 min, Dauer: 45 min
Die speziellen Möglichkeiten der Formgebung, wie z. B. Sintern von Pulvern oder das Ziehen hauchdünner Kapillaren, sowie seine nahezu unbegrenzt variable Zusammensetzung machen Glas zu einem hoch interessanten Dichtungsmaterial, das u. a. zum Speichern von Wasserstoff, als Dichtung in SOFC oder als Passivierungsglas in Mikrosystemen verwendet wird. Die BAM sucht nach den Gläsern mit der höchsten Sperrwirkung und entwickelt Messverfahren zum Nachweis geringster H2-Permeabilitäten.

Neben der Präsentation am Standort der BAM in Berlin Adlershof beteiligen sich BAM-Forscherinnen und Forscher noch bei weiteren Präsentationen an Berliner Hochschulen:

Funktionalisierung von Beton-Oberflächen durch Mikrostrukturierung
ab 17:00 Uhr, Beuth Hochschule für Technik Berlin, Haus Grashof, Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin
Beton ist als Baustoff vielseitig einsetzbar. Spezielle Betone verfügen über besondere Eigenschaften, die das Abformen beliebiger Strukturen auf der Mikroebene ermöglichen. Gezeigt werden mikrostrukturierte Oberflächen von Ultrahochleistungsbeton als selbstreinigende Fassade und auch eine Betonschallplatte. Die Betonschallplatte wird gezeigt und abgespielt werden.

Ausstellung zum Mitmachen: Pflanzen, Tiere, Sensationen
17:00 bis 0:00 Uhr, Königin-Luise-Straße 12 – 16, 14195 Berlin (Hausnr. 13 auf dem Lageplan)
Geheimnisse der Modellorganismen: biologische Forschungsprojekte zum Greifen nah. Eine Ausstellung mit Plakaten, Anschauungsobjekten und Experimenten bildet eine anschauliche Ergänzung zu den Vorträgen – zum Mitmachen und Diskutieren. Gezeigt werden Termiten, Schaben und Kleidermotten.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.
Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.

Weitere Informationen finden Sie auf www.bam.de.