05.11.2015

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Quelle: BAM

Park Ki Dong, CEO und Präsident der Korea Gas Safety Corporation (KGS) und Professor Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, unterzeichneten am 22. Oktober 2015 in Berlin eine Kooperationsvereinbarung. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen KGS und BAM zur Sicherheit industrieller Gasanlagen und zum sicheren Umgang mit industriellen Gasen etabliert und vertieft.

Gemeinsames Ziel ist es, die Forschung und Entwicklung im Bereich des Brand- und Explosionsschutzes sowie die Entwicklung von Standards für die Zertifizierung sicherheitsrelevanter Produkte oder Anlagen zu fördern. Darüber hinaus wird die BAM beim Aufbau von Brandversuchsanlagen des Energy Safety Empirical Research Center der KGS beratend tätig sein. Mit dem Bau dieses Forschungszentrums strebt die KGS zukünftig auch experimentelle Untersuchungen von Brand- und Explosionsszenarien an.

„In unseren nationalen und internationalen Netzwerken betreiben wir Technologietransfer, indem wir eigene Erkenntnisse weiter geben. Durch den Aufbau und jahrelangen Betrieb entsprechender Versuchsanlagen auf unserem Testgelände Technische Sicherheit (BAM TTS) in Baruth/Mark, Brandenburg, verfügen wir über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen über solche Anlagen“, sagt Professor Panne. „Gleichzeitig nutzen wir die Kompetenzen und wertvollen Impulse aus unseren Netzwerken. Durch diese Kooperation mit KGS stellen wir unsere Arbeit zur technischen Sicherheit und Einschätzung von Risiken für Gesellschaft und Umwelt in einen weiteren internationalen Kontext und erweitern den Markt für deutsche Produkte und Dienstleistungen“, so Panne weiter.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen KGS und BAM zielt auf einen gegenseitigen Wissensaustausch. Dabei gilt es, die komplementären Fähigkeiten und die apparative Ausstattung beider Einrichtungen auszuschöpfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus beiden Häusern erhalten die Gelegenheit, in der jeweils anderen Partnerorganisation zu forschen. Auch gilt es, das Thema „sichere Gastechnologie“ in Projekten mit weiteren internationalen Partnern einzubringen. Damit werden Risiken von industriellen Produkten und Prozessen realistisch und nachvollziehbar einschätzbar. Erste gemeinsame Projekte zielen auf die Sicherheit von Wasserstoff als Energieträger für mobile und stationäre Anwendungen.

Die KGS wurde im Jahr 1974 gegründet und ist in allen Bereichen der Gaswirtschaft einschließlich der Prüfung und Zertifizierung von Produkten und Einrichtungen, der Sicherheitsdiagnose und Beurteilung von Anlagen sowie der Untersuchung von Gasunfällen aktiv. Die BAM ist eine wissenschaftlich-technische Bundesobernbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie ist zuständig für Sicherheit in Technik und Chemie und setzt weltweite Standards für Sicherheit.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.

Als Ressortforschungseinrichtung des BMWi forscht, prüft und berät die BAM zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.

Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.