22.09.2015

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Quelle: BAM

Paris, 22. September 2015 - Raymond Cointe, Generaldirektor des Institut National de l’Environnement Industriel et des Risques (INERIS) sowie Professor Ulrich Panne, Präsident der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, haben heute eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Forschung im Bereich der Entwicklung von neuen umweltfreundlichen Technologien zu fördern. Diese Vereinbarung verfestigt die französisch-deutsche Partnerschaft zweier führender Institute in Europa im Bereich von Industrie- und Umweltrisiken.

INERIS und die BAM wollen durch dieses Abkommen ihre seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der industriellen Sicherheit, wie beispielsweise im europäischen Projekt ERA-NET SAFERA, vertiefen und ausbauen. Die Kooperationsvereinbarung zwischen INERIS und der BAM geht über einen Zeitraum von fünf Jahren und basiert auf dem gegenseitigen Wissensaustausch, insbesondere in den Bereichen: gemeinsame F&E-Projekte, Koordination gemeinsamer Antworten auf Projektausschreibungen, Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie gegenseitige Ergänzung bei der Nutzung von Laboren und Technologiezentren mit der Zielsetzung, den experimentellen Rahmen zu erweitern. Diese Partnerschaft vereint beide Organisationen in Themengebieten, bei denen sich die Komplementarität schon in der Vergangenheit bewährt hat, wie: die Zertifizierung sicherheitsrelevanter Produkte oder Anlagen, industrieller Explosionsschutz und Brandschutz, Dispersion toxischer Stoffe, Nanotechnologien.

Diese Vereinbarung ermöglicht ebenfalls den Ausbau der Kooperation in neuen Themengebieten wie Risikoabschätzung neuer Technologien, der Sicherheit von Wasserstoff als Energieträger oder der Sicherheit von Batterien für Elektromobilität und stationäre Energiespeicherung.
INERIS bringt folgende Kompetenzen in diese Partnerschaft: Risikomanagement, insbesondere sein Know-how im Bereich gefährlicher Phänomene, Prozesssicherheit sowie Unfallvermeidung, die Erfahrung mit gesetzlicher sowie freiwilliger Zertifizierung als auch seine Expertise im Bereich der Metrologie und chemischer Substanzen. Mit dieser Vereinbarung bekräftigt INERIS seine Zielsetzung, die internationale Vernetzung im Bereich der Forschung auszubauen und durch starke Partnerschaften seinen wissenschaftlichen und technischen Sachverstand zu erweitern.

Die BAM verfolgt mit dem Kooperationsabkommen das Ziel, ihre Arbeit für die technische Sicherheit und zur Einschätzung von Risiken für Gesellschaft und Umwelt sowie die Umsetzung der Forschungsergebnisse in der Zusammenarbeit mit INERIS zu vertiefen und in einen weiteren europäischen Kontext zu stellen. Dabei gilt es, die komplementären Fähigkeiten und die apparative Ausstattung beider Einrichtungen auszuschöpfen, in Projekte mit weiteren europäischen Partnern einzubringen und so Risiken von industriellen Produkten und Prozessen realistisch und nachvollziehbar einzuschätzen.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.

Als Ressortforschungseinrichtung des BMWi forscht, prüft und berät die BAM zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.

Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.