01.04.2014

BAM-Logo

Quelle: BAM

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung präsentiert auf der Messe analytica (Halle A3, Stand 241) verschiedene Referenzmaterialien. Sie dienen der Kalibrierung analytischer Prozesse und sind der Schlüssel für zuverlässige und richtige Ergebnisse chemischer Analysen.

So bilden Referenzmaterialien die Basis für die Akzeptanz und Zulassung von weit verbreiteten Fluoreszenz-Methoden in Bereichen mit strengen regulatorischen Anforderungen wie der pharmazeutischen Forschung oder der medizinischen und klinischen Diagnostik. Als Werkzeuge für die Kalibrierung und Überprüfung von Fluoreszenzmesssystemen präsentieren wir auf der analytica einen zertifizierten glasbasierten Multi-Emitter-Fluoreszenz-Standard. Der von der BAM entwickelte und zertifizierte Satz von fluorometrischen Referenzmaterialien wird von Sigma-Aldrich und der BAM vertrieben.

Medikamentenrückstände, hormonell wirksame Substanzen, Weichmacher, Biozide und teils auch deren Transformations- und Abbauprodukte, werden in der Kläranlage oft kaum abgebaut. Diese Stoffe, auch als Emerging Contaminants bezeichnet, finden sich daher in Flüssen und Seen. Mit Immunoassays, wie sie die BAM entwickelt, lassen sie sich in sehr geringen Mengen und dabei schnell und preiswert nachweisen. Hierfür bietet die BAM Röhrchen-Sets aus Antikörpern und passenden Konjugaten an, die Material für viele hundert Analysen enthalten. Diese Sets kann der Kunde in antikörperbasierten Verfahren verwenden, wie beispielsweise für ELISAs. Verfügbare Analyten sind derzeit Carbamazepin, die Hormone Östradiol, Ethinylöstradiol und Östron sowie Koffein und die Gallensäure Isolithocholsäure, die als anthropogene Marker in Monitoring-Programmen die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie unterstützen können.

Die BAM bietet eine breite Produktpalette zertifizierter Referenzmaterialien, unter anderem für die Analytik von Eisen und Stahl, die Umwelt- und Lebensmittelanalytik, die Analyse von porösen Feststoffen und die Polymeranalytik. Diese Referenzmaterialien können in unserem Webshop bestellt werden. Als Kompetenzzentrum für Analytische Chemie bearbeitet die BAM unter dem Begriff „Innovation und Zuverlässigkeit in der Analytischen Chemie“ methodische und instrumentelle Aspekte des analytischen Prozesses. Integraler Bestandteil sind dabei Fragen der Qualitätssicherung und der Metrologie in der Chemie, die Entwicklung und Zertifizierung von Referenzmaterialien und die Etablierung von analytischen Verfahren durch Normung und nationale und internationale Ringversuche. Durch diese Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wird auch der Wissens- und Technologietransfer gefördert.

Die Analytic City Adlershof in Berlin gehört deutschlandweit zu den Spitzenstandorten im Bereich Analytik. Dazu trägt auch die im Rahmen der Exzellenzinitiative an der Humboldt-Universität zu Berlin eingerichtete Graduiertenschule SALSA (School of Analytical Sciences Adlershof) bei, an der die BAM maßgeblich beteiligt ist.

Über die BAM

Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie.

Als Ressortforschungseinrichtung des BMWi forscht, prüft und berät die BAM zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie steht dabei die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen. Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und gesellschaftlicher Relevanz erforscht und auf sicheren Umgang oder Betrieb geprüft und bewertet. Die BAM entwickelt und validiert Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen.

Sicherheit macht Märkte.

Die BAM setzt und vertritt für Deutschland und seine globalen Märkte hohe Standards für Sicherheit in Technik und Chemie zur Weiterentwicklung der erfolgreichen deutschen Qualitätskultur „Made in Germany“.