23.08.2019
Gruppenbild der Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer

COST-Tagung in der BAM in Adlershof: Gruppenfoto

Quelle: BAM

Wissenschaftliches Arbeiten verändert sich: Es ist vernetzter, interdisziplinärer, kollaborativer und datenintensiver geworden. Die Initiative COST (European Cooperation in Science and Technology) von 38 europäischen Staaten sowie Israel fördert länderübergreifende Netzwerke, in denen Forschende in Europa und weltweit zusammenarbeiten. In den sogenannten COST-Actions können sie sich über wissenschaftliche Themen austauschen und diese gemeinsam weiter bearbeiten, um so Impulse für ihre Forschung und Karriere zu gewinnen. Mehrere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BAM sind in verschiedenen COST-Actions aktiv.

In diesem Jahr trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der aktuellen COST-Action „Mechanochemistry for Sustainable Industry“ (Mech@SusInd) an der BAM in Adlershof, um sich an zwei Tagen zu aktuellen Entwicklungen und Forschungsvorhaben in der Mechanochemie auszutauschen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedensten Bereichen präsentierten und diskutieren an den zwei Veranstaltungstagen, wie „grüne Chemie“ Teil einer nachhalten Industrie sein kann.

Das große Potential von Mechanochemie im Kontext der chemischen, pharmazeutischen und verfahrenstechnischen Industrie steht im Fokus der aktuellen COST-Action, die noch bis 2023 laufen wird und an der insgesamt 32 europäische Staaten sowie Russland, Canada, China, Mexiko, Singapur und die USA teilnehmen. Eine sehr gute Gelegenheit gerade für die BAM-Doktorandinnen und Doktoranden der analytischen Chemie, in Partnereinrichtungen zu hospitieren und gemeinsame Papers zu verfassen. Für Deutschland koordiniert u. a. Dr. Franziska Emmerling, Fachbereichsleiterin Strukturanalytik an der BAM, die Teilnahme an der aktuellen COST-Action. „Die Initiative ist ein ideales Programm, um Netzwerke zu fördern und über den Tellerrand hinaus zu schauen“, betont sie.

Gruppenbild der Initiatorinnen

Die Initiatorinnen: Dr. Evelina Colacino (rechts), Vorsitzende der COST-Action „Mechanochemistry for Sustainable Industry”, mit der stellvertretenden Vorsitzenden, Prof Lucia Maini (links) und Dr. Franziska Emmerling für das nationale Steuerungskomitee (mitte).

Quelle: BAM

Das Treffen in Adlershof bot den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der BAM Einblicke in die internationale Forschung und zugleich neue Kontakte für einen weiteren Austausch:

„Beim COST-Meeting dabei zu sein, war eine großartige Erfahrung – vor allem der fachliche Austausch mit den vielen internationalen Expertinnen und Experten der Mechanochemie. Eine wirklich tolle Gelegenheit, für die ich sehr dankbar bin.“

Dr. Biswajit Bhattacharya, Adolf Martens Post Doctoral Fellow

„Ich fand es super, bei der Organisation des COST-Meetings zu unterstützen und gleichzeitig Kontakte zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt auszubauen. Und auch, bekannte Gesichter aus der Mechanochemie wieder zu sehen und gemeinsam Forschungsergebnisse zu diskutieren.“

Dr. Ines Catarina Batista Martins, Fachbereich Strukturanalytik

„Das COST-Meeting hat führende Forschende aus der Mechanochemie zusammengebracht – und ich war Teil davon! Teil von exzellenten wissenschaftlichen Diskursen, die neue vielversprechende Kooperationen ermöglichen können.“

Dr. Adam Michalchuk, Fachbereich Strukturanalytik

Gruppenbild BAM-Nachwuchswissenschaftler

Internationale NachwuchswissenschaftlerInnen der BAM beim COST-Meeting in Adlershof (vlnr): Dr. Biswajit Bhattacharya, Dr. Adam Michalchuk, Dr. Ines Catarina Batista Martins und Paulo Filho Marques de Oliveira

Quelle: BAM, Fachbereich Strukturanalytik

Gelobt wurde von den Gästen zudem die perfekte Organisation der Vorträge, Gesprächsrunden und Führungen – es ist also nicht auszuschließen, dass es bis 2023 noch weitere solche Gelegenheiten für den wissenschaftlichen Nachwuchs geben wird, um sich von Adlershof aus weltweit zu vernetzen.

Über COST

Die europäische Kooperation in Wissenschaft und Technologie, COST, ist eine zwischenstaatliche Initiative zur europäischen Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und technischen Forschung, bei der nationale Forschungsarbeiten international gebündelt und koordiniert werden. Seit der Gründung im Jahr 1971 trägt COST dazu bei, die Lücke zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in ganz Europa zu schließen und unterstützt die transnationale Zusammenarbeit von forschenden Ingenieurinnen, Ingenieuren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem gesamten Kontinent zu einem von ihnen festgelegten wissenschaftlichen Thema. Ziel von COST ist es, die Vernetzung von wissenschaftlichen und technologischen Forschungsaktivitäten in Europa zu fördern. Beteiligen können sich Forschende unterschiedlichster Wissenschaftseinrichtungen, Organisationen und Länder.