19.07.2019
Gruppenbild der Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer

Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutierten gemeinsam globale Strategien

Quelle: BAM, Medienteam

Ende Januar bis Anfang Februar fand die ISEE Konferenz in Nairobi statt. ISEE verbindet Innovation, Science, Engineering und Education und entstand in Kooperation mit der BAM, der Universität Lagos, der Universität von Dschang, der African Engineering Education Association und der Universität Nairobi. Finanziert wurde die Konferenz durch die VolkswagenStiftung.

Die Vorträge sowie erste Ergebnisse der Konferenz sind jetzt in einem Tagungsband erschienen – ergänzt um weitere, neue Beiträge und Reflexionen, die aus der Veranstaltung hervorgegangen sind.

Bildung für die globalen und klimatischen Herausforderungen der Zukunft

Ziel der Konferenz war es, gemeinsam zu diskutieren, wie Ingenieure, Architekten und Materialwissenschaftler für die globalen und klimatischen Herausforderungen der Zukunft ausgebildet werden müssen. Dabei ist die Ingenieurausbildung weltweit für aktuelle wie künftige Herausforderungen zu verbessern; jedoch würde besonders Afrika von einer besseren Bildung in diesem Bereich profitieren: Eine neue Generation von Ingenieurinnen und Ingenieure könnte in der boomenden Bauwirtschaft maßgeblich Einfluss auf ökologisch und ökonomisch sinnvolles Bauen haben. Und Afrika könnte so zum weltweiten Vorbild für nachhaltigen Infrastrukturausbau werden.

International, interkulturell und interdisziplinär

Das internationale, interkulturelle und interdisziplinäre Setting der ISEE Konferenz war der Hauptgrund für die ca. 100 geladenen Gäste, sich in Nairobi zu versammeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus über 27 Ländern, 2/3 davon aus Afrika. Die geladenen Gäste kamen aus den verschiedensten Bereichen des Ingenieurwesens und von unterschiedlichsten Ebenen – bei einem Altersspektrum von 18 bis 80 Jahren und einer Frauenquote von 40 %. Hervorzuheben war die fast schon familiäre Atmosphäre und der wissenschaftliche Austausch auf Augenhöhe zwischen Studierenden und gestandenen Fachleuten.

An zwei Tagen standen Keynotes von renommierten Expertinnen und Experten auf dem Programm, um einen gemeinsamen Wissensstand zu ermöglichten. Am dritten Tag ging es in Workshops praktisch zur Sache. Die Themen waren vielfältig – von globalen wie lokalen Herausforderungen und Potenzialen im Baugewerbe, künftigen Qualifikationsanforderungen bis hin zu geschlechtsspezifischen Problemen in den Bereichen MINT-Bildung und Sprach- / Kommunikationsbarrieren.

Die Workshop-Ergebnisse wurden anschließend gemeinsam präsentiert und abschließend in einer Podiumsdiskussion diskutiert. Konsens besteht in dem dringenden Willen, weiter an einer besseren Bildung für eine gesunde Umwelt und ein besseres soziales Umfeld – in Afrika und weltweit – zu arbeiten.

Tagungsband mit neuen Artikeln und „Reflexionen“ veröffentlicht

Die Themen der Konferenz wurden mit Kraft und Kreativität angegangen; eine Energie, die spürbar im nun erschienen Tagungsband nachhallt. Basierend auf den erarbeiteten Ergebnissen wurden neue Artikel verfasst und mit Reflexionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Publikation zusammengetragen, die durch die Vielschichtigkeit und die unterschiedlichen Blickwinkel mehr als nur ein Konferenzbericht ist. Die Themen der Konferenz wurden in Bezug zur Realität, zu den lokalen Herausforderungen gesetzt, wie beispielsweise die noch immer vorherrschende Armut in vielen Ländern aber auch die Stärkungen von Frauen in MINT-Berufen, das Schaffen einer offenen und innovativen Unternehmenskultur bis hin zum Wegkommen einer analytischer Voreingenommenheit.

Der komplette Tagungsband kann kostenfrei auf der ISEE-Website heruntergeladen werden (nur in Englisch): www.isee-africa.com

Der Downloadbereich enthält zudem die Konferenz- und Workshop-Präsentationen (nur in Englisch).