10.12.2018
zwei Hände in lilafarbenen Handschuhen zerstoßen Pulver in einem Mörser

Grüne Synthese für neue Anwendungen

Quelle: BAM

Am 1. Januar 2019 beginnen die Arbeiten im neuen Sonderforschungsbereich "Fluor-spezifische Wechselwirkungen". Die BAM wird ein Teilprojekt bearbeiten, in dem der Fokus auf fluorierten metall-organischen Gerüsten liegt (MOFs), die bei der Elektrokatalyse zum Einsatz kommen.

Ziel des Sonderforschungsbereichs ist es, die komplexen Interaktionen, die von fluorierten Baueinheiten in chemischen Systemen ausgehen können zu verstehen und zu steuern. Beispiele für "fluorierte Baueinheiten", die sich in unsrem Alltag finden, sind Fluoride in Zahnpasta, fluorierte Flüssigkristalle in modernen Computerdisplays oder fluorierte Gruppen, die in Medikamenten die Wirksamkeit steigern sollen.

Erforscht wird in insgesamt 19 Teilprojekten beispielsweise, wie die untersuchten Fluor-spezifischen Wechselwirkungen die Eigenschaften von funktionellen Materialien oder von Wirkstoffen in Medikamenten beeinflussen.

An der BAM bearbeitet Dr. Franziska Emmerling, wahrnehmende Leiterin der Abteilung Analytische Chemie; Referenzmaterialien, mit ihrem Team das Teilprojekt "Fluor-spezifische Wechselwirkungen in fluorierten MOFs für die Elektrokatalyse – Protonenleitung und katalytische Aktivität für Brennstoffzellen und die Wasserelektrolyse".

"Das Projekt ist eine schöne Kooperation mit Prof. Christina Roth von der Freien Universität Berlin," so Franziska Emmerling. "Gemeinsam spannen wir den Bogen von Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung."

Grafik zur Arbeit im Sonderforschungsbereich

Quelle: BAM/Abteilung Analytische Chemie; Referenzmaterialien

Der Sonderforschungsbereich "Fluor-spezifische Wechselwirkungen" ist an der Freien Universität angesiedelt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für vier Jahre finanziert. Projektpartner sind neben der BAM die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft.

Die DFG hatte auf ihrer Herbstsitzung Ende November 2018 beschlossen, insgesamt zehn neue Sonderforschungsbereiche einzurichten. Ziel ist es, die Spitzenforschung in Deutschland weiter zu fördern.