07.06.2018
Bild vom Innovationstag Mittelstand

Die BAM präsentiert sich erstmals beim Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Projektpartnerin für Unternehmen.

Quelle: BAM

Eine Frage von vielen: Wie lässt sich ein Leitungswasserschaden im Fußboden aufspüren, ohne den Fußboden zu zerstören? Mittelständische Unternehmen entwickeln oft innovative Ideen, um Aufgaben wie diese zu lösen. Allerdings sind die Kapazitäten für eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten begrenzt. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) unterstützt daher in Projekten zum Technologietransfer kleine und mittelständische Unternehmen. Beim Innovationstag Mittelstand präsentiert sich die BAM am Donnerstag, 7. Juni 2018, als wissenschaftliche Projektpartnerin für Unternehmen.

Der Mittelstand in Deutschland ist eine tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft, denn: Kleine und mittelständische Unternehmen erwirtschaften mehr als jeden zweiten Euro und stellen deutlich über die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland (Wirtschaftsmonitor Mittelstand).

Die BAM fördert Innovationsprojekte, in denen sie eng mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammenarbeitet. Ziel ist es, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse mit hohem wirtschaftlichem Anwendungspotenzial bis zur Marktreife zu entwickeln. Im Zeitraum von 2013 bis 2018 hat die BAM rund 12 Millionen Euro Fördergelder für den Technologietransfer eingeworben, rund acht Millionen Euro davon sind in Projekte mit dem Mittelstand geflossen.

Projektbeispiel: Leitungswasserschäden im Fußboden zerstörungsfrei aufspüren

Wie die BAM mit ihren Projektpartnern zusammenarbeitet, illustriert das folgende Beispiel aus dem BAM-internen Programm „Menschen und Ideen“, mit dem die Anschlussfähigkeit zum Technologietransfer gefördert wird:

Ein Mittelständler aus Bayern nutzt bereits seit einigen Jahren Neutronensonden, um Leitungswasserschäden in Wohn- und Industriefußböden zu lokalisieren. Allerdings kann mit der Methode noch nicht komplett darauf verzichtet werden, Bohrkerne aus dem Boden zu entnehmen. Die Idee des Unternehmens ist es daher, durch den parallelen Einsatz des Impuls-Radarverfahrens zukünftig vollständig auf Sondierungsbohrungen zu verzichten.

Hier bringt die BAM ihre Prüfkompetenz ins Spiel: In systematischen Laborstudien an modular aufgebauten Referenzprobekörpern untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam die Nachweisgrenzen und Detektionswahrscheinlichkeiten der beiden Verfahren für verschiedene, häufig anzutreffende Fußbodenaufbauten. Im Projekt wird das kombinierte Verfahren auch an real geschädigten Objekten getestet, um die Methode zu etablieren.

Bewährt sich die Methode in der Praxis, könnten durch genauere Schadenseingrenzung Aufwand und Kosten einer Sanierung gesenkt werden.

Die BAM beim Innovationstag Mittelstand 2018

In diesem Jahr präsentiert sich die BAM erstmals auch beim Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Projektpartnerin für Unternehmen. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.