19.12.2017
Zahlreiche Expertinnen und Experten aus der Spektroskopie trafen sich in diesem Jahr zum traditionellen Colloquium Optical Spectrometry (COSP) an der BAM.

Zahlreiche Expertinnen und Experten aus der Spektroskopie trafen sich in diesem Jahr zum traditionellen Colloquium Optical Spectrometry (COSP) an der BAM.

Quelle: BAM

In der Analytischen Chemie werden mit Hilfe der Optischen Spektroskopie die Wechselwirkungen eines Materials mit Licht untersucht. Atome und Moleküle einer unbekannten Probe können durch typische Lichtabsorption oder -emission identifiziert oder Materialien über Streueigenschaften analysiert werden. Der mit dem menschlichen Auge erfassbare Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums erstreckt sich vom blauen (kurzwelligen) zu rotem (langwelligen) Licht und wird auch "Vis" (für "visible") Spektralbereich genannt. Kürzere Wellenlängen sind als ultraviolettes Licht (UV) ein Begriff, größere Wellenlängen sind das nahinfrarote Licht (NIR), ein Teilbereich des langwelligen infraroten (IR) Lichts.

Um sich zu aktuellen Messtechniken und Anwendungen auszutauschen, treffen sich bereits seit mehreren Jahren Fachleute aus dem Bereich der Spektroskopie aus Industrie und Forschung zum Colloquium Optical Spectrometry (COSP), das in Zusammenarbeit mit PerkinElmer organisiert wird. Im Fokus des diesjährigen Treffens vom 27.-29. November 2017 an der BAM standen Transmissions- und Reflexionsmessungen im UV/Vis/NIR-Spektralbereich an industriell relevanten Materialien. Ein breites Feld: Berichtet wurde unter anderem über neueste Forschungsarbeiten zur Anwendung spektroskopischer in-situ-Messtechniken in der Dünnschichttechnologie und in der Mikroverfahrenstechnik. Aber auch Möglichkeiten zur Mischungsanalyse und zum spektroskopischen Nachweis von Alterungsprozessen in Kunststoffen wurden diskutiert.

Ein weiterer Themenschwerpunkt waren fluoreszenzbasierte Forschungsarbeiten unter anderem zu neuen Trends in der Fluorometrie, zur spektroskopischen Oberflächencharakterisierung von 2D und 3D Trägermaterialien oder zu sensitiven Fluoreszenzanwendungen in Hochdurchsatzverfahren.

Informationsgespräche zu aktuellen Geräteentwicklungen im Bereich der UV/Vis/NIR Spektrometrie (links) und die Präsentation Optischer Referenzmaterialien der BAM (rechts).

Informationsgespräche zu aktuellen Geräteentwicklungen im Bereich der UV/Vis/NIR Spektrometrie (links) und die Präsentation Optischer Referenzmaterialien der BAM (rechts).

Quelle: BAM

Poster zum Anschauen und eine Drohne zum Anfassen

Neben den Fachvorträgen gaben Poster zu neuesten Entwicklungen in der UV/Vis/NIR-Spektroskopie Anlass zum intensiven Austausch. Die BAM-Expertinnen und Experten präsentierten Ergebnisse innovativer Sensorentwicklungen für das Emissions- und Umweltmonitoring, die unter anderem im Themenfeld-Projekt KonSens erforscht werden. Ergänzt wurden die Poster durch eine Geräteausstellung und eine Auswahl kommerziell verfügbarer und in der Entwicklung befindlicher Optischer Referenzmaterialien der BAM. Dr. Patrick Neumann vom Fachbereich Sensorik, mess- und prüftechnische Verfahren präsentierte den Gästen das Highlight der Exponate. Der Oktokopter mit eigens entwickelter ferngesteuerter Gassensorik – einem System aus mehreren optischen Sensoren – wird bereits in Pilotprojekten zur sicheren Katastrophenüberwachung bzw. Leckagedetektion eingesetzt.

Die ausgestellten Poster luden zu angeregten Gesprächen und fachlichem Austausch ein (links). Dr. Patrick Neumann vom Fachbereich Sensorik, mess- und prüftechnische Verfahren präsentierte den Oktokopter mit eigens entwickelter Gassensorik (rechts).

Die ausgestellten Poster luden zu angeregten Gesprächen und fachlichem Austausch ein (links). Dr. Patrick Neumann vom Fachbereich Sensorik, mess- und prüftechnische Verfahren präsentierte den Oktokopter mit eigens entwickelter Gassensorik (rechts).

Quelle: BAM