11.10.2017
Experten von Herstellern, Busunternehmern, Versicherern, Prüfstellen, Sachverständigen und der Berliner Feuerwehr diskutierten über eine verbesserte Brandsicherheit von Bussen.

Experten von Herstellern, Busunternehmern, Versicherern, Prüfstellen, Sachverständigen und der Berliner Feuerwehr diskutierten über eine verbesserte Brandsicherheit von Bussen.

Quelle: Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo)

Die Untersuchungen zum Busunglück im Juli, bei dem ein Reisebus in Flammen aufgegangen war und 18 Menschen ums Leben kamen, ergaben laut den Ermittlern eine Verkettung mehrerer tragischer Umstände. Inwieweit technische Sicherheitssysteme und andere Maßnahmen dies hätten verhindern können, kann nur spekuliert werden. Um eine faktenbasierte Diskussion anzuregen, lud der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e. V. am 21. September zu einem Expertendialog in die BAM ein. Experten der Hersteller, Busunternehmer, der Versicherer, der Prüfstellen, Sachverständige und der Chef der Berliner Feuerwehr folgten der Einladung.

Gemeinsam mit den Beteiligten wurden die technischen und rechtlichen Vorgaben zur Brandsicherheit von Bussen zusammenhängend erörtert. Hierbei zeigte sich, dass zahlreiche Verbesserungen bei den international gültigen Standards, wie etwa der Einsatz von Rauch- und Brandmeldern sowie speziellen Isoliermaterialien, bereits Gültigkeit haben. Weitere – zum Beispiel die Einführung von Bremsassistenz- und Löschsystemen – beginnen zudem in den kommenden Jahren zu greifen.

Dr. Anja Hofmann-Böllinghaus vom Fachbereich Technische Eigenschaften von Polymerwerkstoffen an der BAM vertrat dabei die Ansicht, dass die Businnenraummaterialien verbessert werden sollten, um der extrem schnellen Brand- und Rauchausbreitung bei Busbränden zu begegnen. Landesbranddirektor Wilfried Gräfling empfahl, für den Brandschutz von Bussen ein Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Mehr Informationen zur Forschung der BAM im Bereich Fire Science lesen Sie im Artikel "Brandsicherheit von Bussen verbessern"