09.10.2017
Dr. Martin Kluge (links) und Dr. Kai Holtappels (mitte) vom Fachbereich Konstruktiver Brand- und Explosionsschutz Gase auf dem 13. Europäischen Katastrophenschutzkongress

Dr. Martin Kluge (links) und Dr. Kai Holtappels (mitte) vom Fachbereich Konstruktiver Brand- und Explosionsschutz Gase informierten auf dem 13. Europäischen Katastrophenschutzkongress über ihre Untersuchungen zu den Auswirkungen von Gasexplosionen und dem Versagen von Gasbehältern auf Menschen und Infrastruktur.

Quelle: BAM

Katastrophenschutz schließt neben dem Schutz vor Schäden und Gefährdungen durch Naturkatastrophen auch technische, beispielweise durch Brände oder Explosionen ausgelöste, Katastrophen ein. Die BAM untersucht solche möglichen Schadensszenarien in experimentellen Großversuchen auf ihrem Testgelände Technische Sicherheit (TTS). Dabei werden unter anderem die Auswirkungen von Gasexplosionen oder dem Versagen von Gasbehältern auf Menschen und Infrastruktur betrachtet. Ziel ist es, im Ereignisfall zu erwartende Gefahren und Schäden frühzeitig abzuschätzen bzw. durch geeignete Schutzeinrichtungen und Schutzkonzepte auszuschließen oder zu minimieren. Diese Arbeit sowie die verschiedenen Versuchsanlagen stellte die BAM auf dem diesjährigen Europäischen Katastrophenschutzkongress vor.

Der 13. Europäische Katastrophenschutzkongress fand mit großer nationaler und internationaler Beteiligung vom 19. bis zum 20. September in Berlin statt. Auf der internationalen Fachkonferenz informieren sich Entscheidungsträger und Akteure des nationalen, europäischen und internationalen Bevölkerungsschutzes regelmäßig über die aktuellsten Entwicklungen. Als wissenschaftlich-technischer Partner für die Akteure im Bevölkerungsschutz beteiligte sich die BAM mit einem Ausstellungsstand. Darüber hinaus präsentierte Dr. Kai Holtappels, Leiter des Fachbereichs Konstruktiver Brand- und Explosionsschutz Gase, im Fachforum zum Thema „Kooperation und Koordination der Einsatzkräfte im CBRN-Fall“ die Arbeit der BAM in diesem Bereich. Unter CBRN-Gefahren versteht man als Sammelbegriff chemische (C), biologische (B) sowie radiologische (R) und nukleare (N) Gefahren. Der Ausdruck CBRN ersetzt dabei die früher verwendete Formulierung ABC

Der BAM steht mit dem TTS in Baruth/Mark ein in Europa einzigartiges Testgelände zur Verfügung, welches außergewöhnliche Möglichkeiten bietet, reaktive chemische Stoffe, deren Transportverpackungen sowie technische Systeme aus Industrie, Verkehr und Infrastruktur sicherheitstechnisch zu untersuchen.