08.09.2017
Die Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerbes Jugend forscht im Fachgebiet Physik besuchten unter anderem den Fachbereich Technische Eigenschaften von Polymerwerkstoffen an der BAM

Die Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerbes Jugend forscht im Fachgebiet Physik besuchten unter anderem den Fachbereich Technische Eigenschaften von Polymerwerkstoffen an der BAM

Quelle: BAM

Sie haben sich aus 178 jungen Schülerinnen und Schülern mit insgesamt 107 Forschungsprojekten behauptet: Für die Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerbes Jugend forscht im Fachgebiet Physik, Matthias Grützner, Julian Egbert und Arne Geipel vom Herder-Gymnasium Berlin, stand ein Besuch bei der BAM auf dem Plan. Im Gepäck hatten sie ein besonderes Gastgeschenk: Blumen aus dem Wasserstrahl.

Die drei Schüler untersuchten in ihrem Forschungsprojekt „Die Blume aus dem Wasserstrahl“ Muster, die beim Auftreffen eines Wasserstrahls auf eine raue Oberfläche entstehen. Dabei stellten sie überraschend regelmäßige Muster fest, die sie an das Innere einer Sonnenblume erinnerten. Es gelang den drei Jungphysikern, die Entstehung der spiralähnlichen Strukturen exakt zu erklären. Sie fanden heraus, dass winzige Erhebungen auf der Oberfläche zur Brechung des Wassers beitragen. Außerdem gelang es ihnen, das Phänomen theoretisch zu beschreiben und durch Experimente zu bestätigen. Die Jury lobte dabei insbesondere den innovativen Zugang, die vollständige Durchdringung des Phänomens und die klare Präsentation des Projektes.

BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne empfing die drei Nachwuchswissenschaftler persönlich und gratulierte zum Erfolg. Im Anschluss gab es einen Einblick in den Arbeitsalltag einer modernen Ressortforschungseinrichtung wie der BAM: Dr. Jörg Dengel aus dem Fachbereich Explosivstoffe stellte den Arbeitsbereich und die Tätigkeiten in der Prüfung von Pyrotechnik vor. Weiter ging es zu Dr. Rüdiger Plarre, der eine Einführung in den Fachbereich Biologische Materialschädigung und Referenzorganismen gab. Zum Schluss stand noch ein Besuch des Fachbereiches Technische Eigenschaften von Polymerwerkstoffen an. Hier informierten sich die drei Schüler von Dr. Simone Krüger über aktuelle Forschungsprojekte auf dem Gebiet Fire Science.

Über Jugend forscht

Die Stiftung Jugend forscht e. V. führt bundesweit jedes Jahr mehr als 110 Wettbewerbe durch, um junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu interessieren, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern. Der Wettbewerb richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Jugend forscht ist ein Ideenwettbewerb, bei dem sich die Teilnehmer selbst ein Projekt suchen, das sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Pro Runde werden Geld- und Sachpreise im Wert von einer Million Euro vergeben. Seit der Gründung 1965 hat sich rund eine Viertelmillion Jungforscher am Wettbewerb beteiligt. Jugend forscht ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Schirmherr ist der Bundespräsident, Kuratoriumsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung Jugend forscht e. V. die Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Mit rund 250 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ist das Jugend forscht-Netzwerk die größte öffentlich-private Partnerschaft ihrer Art in Deutschland. Mehr als 5000 Lehrkräfte unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuer und Wettbewerbsleiter, über 3000 Fach- und Hochschullehrer sowie Experten aus der Wirtschaft engagieren sich in den Jurys. Das Bundesfinale Ende Mai ist der Höhepunkt der Wettbewerbsrunde.