21.07.2017
Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Böllinghaus, Vizepräsident und Leiter Abteilung Komponentensicherheit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Böllinghaus, Vizepräsident und Leiter Abteilung Komponentensicherheit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Quelle: BAM, Bild: Michael Danner

Das International Institute of Welding (IIW) hat auf seiner Jahresversammlung Ende Juni in Shanghai Prof. Dr.-Ing. Thomas Böllinghaus zum Vizepräsidenten gewählt. Er wird in dieser Funktion Forschung, Lehre und Innovation auf dem wissenschaftlichen und technischen Gebiet der Schweißtechnik weiter voranbringen.

„Ich bedanke mich herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen in der neuen Funktion als Vizepräsident des IIW und freue mich auf die Fortführung dieser langjährigen internationalen wissenschaftlichen Gremienarbeit.“ Schwerpunkte der Strategie des IIW beyond 2020 sieht Thomas Böllinghaus in einer noch stärkeren Sichtbarkeit der des IIW durch die weitere interdisziplinäre und leistungsfähige Vernetzung im wissenschaftlichem Diskurs, einem noch anwendungsorientierteren Technologietransfer sowie einer kontinuierlich innovativen werkstoff- und fügetechnischen Ausbildung.

Die BAM profitiert von Leitungstätigkeiten ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den einschlägigen internationalen Gremien in vielfältiger Weise: Forschung und Entwicklung aus der BAM findet eine immer breitere hohe Anerkennung und Anwendung. Zudem wird die BAM auch als attraktive wissenschaftliche Einrichtung für nationalen und internationalen wissenschaftlichen Nachwuchs sichtbar.

Über das IIW

Das International Institute of Welding (IIW) wurde 1948 von den schweißtechnischen Verbänden bzw. Instituten aus 13 Ländern gegründet, um die Entwicklung der Schweißtechnik auf wissenschaftlichem und technischem Gebiet weltweit schneller voranzubringen. Aktuell gehören über 50 Nationen dem IIW an, das nunmehr eine anerkannte Normungsorganisation unter ISO ist.

Seit Aufnahme seiner Tätigkeit hat das IIW zahlreiche Expertengremien ins Leben gerufen, die in internationaler wissenschaftlicher-technisch Gemeinschaftsarbeit die mit dem Schweißen und den verwandten Verfahren verbundenen Phänomene und Produkte und ihre industrielle Anwendung untersuchen sowie internationale Normen, Richtlinien und Best Practices für die betriebliche Nutzung und Ausbildung erarbeiten und anwenden. Mehr als 750 Fachleute treffen sich in über 20 Kommissionen oder Arbeitsgruppen regelmäßig zu Sitzungen. Sie stimulieren und koordinieren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und tauschen regelmäßig neueste Erkenntnisse über Fügeprozesse, werkstofftechnische Anwendungen, Sicherheit und Lebensdauer gefügter Komponenten und ihre zerstörungsfreie Prüfung. Im Fokus jüngsten Entwicklungen steht die Additive Fertigung. Darüber hinaus werden weitere relevante Themen wie Überwachungsmöglichkeiten, Ausbildung und Training sowie Arbeitssicherheit und Umweltschutz behandelt.