Dr.-Ing. Martin Babutzka

Dr.-Ing. Martin Babutzka, Fachbereich Korrosion und Korrosionsschutz

Quelle: BAM

Interview Serie "Kurz vorgestellt: Menschen@BAM"
Dr.-Ing. Martin Babutzka, Korrosion und Korrosionsschutz

Martin, erzähl uns ein bisschen was über dich. Was hast du in "deinem Leben vor der BAM" gemacht?

Ich habe Maschinenbau mit einem starken Fokus auf Werkstofftechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg studiert und mit dem Master abgeschlossen. Während meines Studiums konnte ich als studentische Hilfskraft in die BAM hineinschnuppern. Nach dem Studium war ich für etwa ein Jahr als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Werkstoff- und Fügetechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg tätig.

...und das war es mit meinem Leben vor der BAM. Seit 2014 arbeite ich an der BAM und habe hier meine Promotion abgeschlossen.

Was hat dich dazu inspiriert, eine Karriere in der Wissenschaft zu verfolgen?

Der Auslöser war ein Vortrag über das Korrosionsverhalten nichtrostender Stähle während einer Projektgruppenarbeit im Bachelorstudium. Damit eröffnete sich für mich eine neue wissenschaftliche Welt. Danach habe ich jede Gelegenheit im Studium genutzt, um Korrosionsthemen sowohl theoretisch als auch praktisch im Labor zu verstehen. Am Beruf des Wissenschaftlers schätze ich das hohe Maß an Eigeninitiative und Eigenverantwortung, die Möglichkeit, wissenschaftliche und anwendungsorientierte Probleme zu lösen, und mit Menschen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zusammenzuarbeiten. Korrosion ist ein interdisziplinäres Wissenschaftsgebiet und bietet alle genannten Vorteile.

Was ist dein Forschungsschwerpunkt und was reizt dich daran besonders?

Meine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Korrosion, Korrosionsschutz und Korrosionsuntersuchungen. Meine Spezialgebiete sind die atmosphärische Korrosion, Zinkwerkstoffe, die Korrosion unter Offshore-Bedingungen und Korrosionsuntersuchungen mit Gelelektrolyten. Gelelektrolyte sind besonders spannend, weil sie eine neuartige, feldtaugliche Untersuchungsmethode darstellen. Darüber hinaus sind sie die einzige geeignete Methode, um die Korrosionsbeständigkeit von Zink unter atmosphärischen Bedingungen zu bewerten. Mein Fachbereich ist eine der führenden wissenschaftlichen Gruppen, die sich mit Gelelektrolyten für Korrosionsuntersuchungen beschäftigen.

Warum gerade die BAM? Was gefällt dir an deiner Arbeit hier?

Die BAM hat eine hervorragende wissenschaftliche Ausstattung und einen guten Ruf. Besonders gut gefällt mir die Interdisziplinarität an der BAM: Viele verschiedene Experten für fast alle Bereiche der Materialwissenschaft und Chemie arbeiten unter einem Dach zusammen, um Sicherheit in jeder Hinsicht zu gewährleisten.

...Aber was mir an meiner Arbeit hier am meisten gefällt, sind die großartigen Kolleg*innen in meiner Abteilung und meinem Fachbereich.

Was macht du, wenn du nicht gerade forschst?

Ich war seit meiner Jugend viele Jahre lang halbprofessioneller Bassist in einer Band. Ich habe es aber vor zwei Jahren für die Familie und meine wissenschaftliche Karriere aufgegeben. Trotzdem ist die Musik ein wichtiger Teil meines Lebens geblieben. Ich versuche, jedes mögliche Instrument zu spielen, das ich in die Finger bekomme.

Ich habe einen kleinen Sohn, der jetzt die wichtigste Rolle in meinem Leben spielt. Ich spiele oft Musik für ihn, um sein Interesse daran zu wecken.

Wenn du deine Arbeit an der BAM in einem Wort beschreiben müsstest – wie würde es lauten?

Korrosion