Michelle Gerloff und Christian Riemann, Auszubildende zur Werkstoffprüferin/zum Werkstoffprüfer, Fachrichtung Metalltechnik, an der BAM

Michelle Gerloff und Christian Riemann, Auszubildende zur Werkstoffprüferin/zum Werkstoffprüfer, Fachrichtung Metalltechnik, an der BAM

Quelle: BAM

Wie seid ihr auf den Beruf des Werkstoffprüfers gekommen?

Michelle: Ich interessiere mich sehr für die Naturwissenschaften. Beim Arbeitsamt habe ich mich dann informiert und festgestellt, dass der Beruf WerkstoffprüferInnen irgendwie jede Naturwissenschaft zum Teil beinhaltet.

Christian: Als ich mich für eine duale Ausbildung entschied, wollte ich einen Beruf wählen, der meinen Stärken und Interessen entspricht, die Physik, Mathematik und ein bisschen Chemie sind. Im Bewerbungsverfahren habe ich dann festgestellt, dass der Beruf des Werkstoffprüfers mehr ist, als der Name, unter dem ich mir nur schwer etwas vorstellen konnte, vermuten lässt. Für die BAM habe ich mich entschieden, weil sie ein attraktiver Ausbildungsbetrieb ist und ich das Thema der Schadensfalluntersuchung sehr spannend fand. Bis heute habe ich diese Entscheidung noch nicht bereut.

Was machen ein Werkstoffprüfer und eine Werkstoffprüferin in der BAM?

Christian: Die Ausbildung in der BAM kann man sich wie viele kleine Praktika vorstellen. Man wechselt meist nach ein bis zwei Monaten die Abteilung. So erhält man einen Einblick in und Wissen über die vielen Facetten des Berufs und darüber hinaus. Unter einem ausgelernten Werkstoffprüfer in der BAM würde ich das Bindeglied zwischen den Wissenschaftlern und Mechanikern verstehen, da diese sich in Theorie und Praxis auskennen müssen. Da die BAM keine Fabrik ist, ist die tägliche Arbeit abwechslungsreich und durch die vielen Forschungsgebiete oft völlig neuartig.

Michelle: Ganz viel! Das Einsatzgebiet des Werkstoffprüfers ist sehr vielfältig. Wir prüfen Werkstoffe mit ganz unterschiedlichen Verfahren. Manchmal zerstören wir die Materialien wie z. B. beim Zugversuch oder wir prüfen sie zerstörungsfrei. Dies geschieht dann zum Beispiel durch Röntgen oder Ultraschall.

Eure Ausbildung erfolgt nach dem „Dualen System“. Was bedeutet das?

Beide: Bei der dualen Berufsausbildung arbeiten der Betrieb und die Berufsschule eng zusammen. Die Berufsschule kümmert sich um die Vermittlung des theoretischen Wissens und der Betrieb lehrt einem die Praxis.

Lernen viele Auszubildende den Beruf des Werkstoffprüfers?

Michelle: Eher nicht. Der Beruf ist nicht so bekannt. In meiner Berufsschulklasse sind wir elf Auszubildende aus Berlin und Brandenburg, davon zwei aus der BAM. Etwa ein Drittel davon sind Frauen.

Christian: Bei uns in der Berufsschule sind die Klassen ziemlich klein und es entsteht eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre. Bei mir in der Berufsschulklasse sind wir zwei Azubis aus der BAM und sieben aus anderen Betrieben. Wir haben keine Frauen in der Klasse.