Franziska Kiesel, Auszubildende zur Industriemechanikerin im Fachbereich Versuchsanlagen und Prüftechnik an der BAM

Franziska Kiesel, Auszubildende zur Industriemechanikerin im Fachbereich Versuchsanlagen und Prüftechnik an der BAM

Quelle: BAM

Franziska, du machst gerade eine Ausbildung zur Industriemechanikerin in der Fachrichtung Feingerätebau. Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?

In der Schule hatten wir Arbeitslehre mit Holz- und Metallbearbeitung. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Mein damaliger Lehrer schlug mir vor, einmal zum Girls'Day zu gehen. Das habe ich dann auch getan. Ich durfte an diesem Tag an einer Drehmaschine arbeiten und der Beruf Industriemechaniker wurde näher vorgestellt. Bei der Berufsberatung habe ich zur Vorbereitung an einem Test teilgenommen. Dieser Test ergab, dass unter anderem der Beruf Industriemechanikerin für mich sehr geeignet wäre. Bei der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, bin ich dann auf die Ausbildung in der BAM aufmerksam geworden.

Sind bei dir viele junge Frauen, die diesen Beruf erlernen?

Der Anteil der Frauen in technischen Berufen ist noch nicht sehr hoch, allerdings stelle ich fest, dass es jedes Jahr mehr werden. In der BAM sind wir zur Zeit zwei weibliche Auszubildende, die diesen Beruf lernen. Auch in meiner Berufsschulklasse sind wir die beiden einzigen Frauen unter 17 Männern.

Wie kommst du damit klar?

Ganz gut! Die Jungen sind sehr nett und hilfsbereit, es gibt keine Probleme. Man muss sich trauen etwas zu sagen, gehemmt sein wäre schlecht, auch Schlagfertigkeit ist von Vorteil.

Würdest du den Beruf anderen jungen Frauen empfehlen?

Ja, unbedingt. Wer Spaß am handwerklichen Arbeiten hat und sich nicht davor scheut, sich körperlich anzustrengen. Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten sind sehr gut. Man kann zum Beispiel den Techniker oder den Meister machen. Vieles ist möglich.

Franziska, du bist derzeit im zweiten Ausbildungsjahr. Womit beschäftigst du dich derzeit in der Ausbildung?

Zurzeit bin ich in der Hauptwerkstatt und arbeite an der Drehmaschine. Dort fertige ich Aufträge aus den Fachbereichen an.

Wie muss man sich das vorstellen?

Die Aufträge der Fachabteilungen werden nach technischen Zeichnungen angefertigt. Ich mache mir selber Gedanken über die Vorgehensweise und spreche dann jeden Arbeitsschritt mit meinem Ausbilder ab. Das ist sehr anspruchsvoll und macht viel Spaß, da man vom Rohmaterial bis zum fertigen Endprodukt verantwortlich ist.