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Bundesadler



Geschichte

Die Entwicklung der BAM in Daten und Stichwörtern



1871
Das Preußische Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten veranlasst die Errichtung einer Mechanisch-Technischen Versuchsanstalt (MTV) mit der Aufgabe, Versuche im allgemeinen wissenschaftlichen und öffentlichen Interesse sowie Festigkeitsprüfungen durchzuführen.

1884
Übersiedlung der MTV auf das Gelände der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Adolf Martens (1850 -1914) übernimmt die Leitung der MTV.

1885
Anschluss der 1875 an der Bauakademie gegründeten Prüfungsstation für Baumaterialien

1903
Beginn der Umzüge der MTV und der 1877 an der Bergakademie gegründeten Chemisch-Technischen Versuchsanstalt von der TH Charlottenburg in den Neubau an der Domäne Dahlem

1904
Das Königliche Materialprüfungsamt wird durch Vereinigung der Königlichen Mechanisch-Technischen Versuchsanstalt mit der Königlichen Prüfungsstation für Baumaterialien (gegründet 1875) und der Königlichen Chemisch-Technischen Versuchsanstalt (gegründet 1877) in Berlin-Dahlem errichtet. Offizieller Dienstbeginn des Königlichen Materialprüfungsamtes unter der Leitung von Adolf Martens in Berlin Dahlem, Potsdamer Chaussee, der heutigen Straße Unter den Eichen.

1919
Das neu benannte Staatliche Materialprüfungsamt (MPA) ressortiert beim Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung; ab 1936 wird die Reichsröntgenstelle in das MPA einbezogen.

1920
Die Chemisch-Technische Reichsanstalt (CTR) wird beim Reichsministerium des Innern errichtet; sie ging hervor aus dem 1889 als Zentralversuchsstelle für Explosivstoffe geschaffenen Militärversuchsamt.

1923 bis 1934
Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung wird für elf Jahre angegliedert, bevor es nach Stuttgart geht.

1933
Die wirtschaftlich selbständige Röntgenstelle (ab 1936 Reichsröntgenstelle) wird dem MPA angegliedert und ist der Ausgangspunkt der Entwicklung zerstörungsfreier Prüfverfahren im MPA und der heutigen Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) in Berlin-Siemensstadt.

1945
MPA und CTR werden unter Betreuung durch den Magistrat von Berlin zusammengefasst.

1954
MPA/CTR werden als Bundesanstalt für mechanische und chemische Materialprüfung (BAM) - ab 1956 Bundesanstalt für Materialprüfung - von der Bundesrepublik Deutschland übernommen. Die BAM wird zusätzlich mit der Wahrnehmung amtlicher Materialprüfungsaufgaben für das Land Berlin beauftragt.

1956
Erlass zur Namensänderung in Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM)

1969
Die BAM wird durch das Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe (Sprengstoffgesetz) Bundesoberbehörde; bei der Gesetzesnovellierung 1986 wird der Begriff Forschung in den Namen der BAM aufgenommen.

1975
Durch das Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter werden der BAM weitere Aufgaben im Bereich der öffentlichen technischen Sicherheit übertragen.

1987
Namensänderung zur Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

1990
Mit der deutschen Vereinigung wird entsprechend einer Empfehlung des Wissenschaftsrates die Funktion der BAM als chemisch-technische Bundesanstalt verstärkt. Dazu wird Personal des aufgelösten Amtes für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung (ASMW) und der aufgelösten Akademie der Wissenschaften der DDR eingestellt. Die amtlichen Materialprüfungsaufgaben für das Land Berlin werden schrittweise aufgegeben.

1995
Die BAM erhält nach umfassender Reorganisation durch Erlass des Bundesministeriums für Wirtschaft ein neues Statut, neue Managementinstrumente und ein zukunftsorientiertes Profil als Bestandteil der technisch-wissenschaftlichen Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland.

1999
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und die BAM schließen eine Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der Metrologie in der Analytischen Chemie. Die BAM wird einbezogen in die globale Kooperation der Meterkonvention und das Arrangement for mutual recognition of national measurement standards and of calibration and measurement certificates issued by national metrology institutes.

2006
Nach weiteren externen Evaluierungen (u. a. durch den Wissenschaftsrat) wird das Profil der BAM als Ressortforschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland für Sicherheit in Technik und Chemie weiterentwickelt.

Anfahrtsinformation zum BAM Stammgelände

Geschichte

2010-10-26  

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