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Bundesadler



Die BAM einfach erklärt

… und dennoch gesund bleiben ...

Ersatzmaterial für kaputte Knochen

Knochenersatzmaterial

Knochenersatzmaterial

Unsere Knochen sollen unseren Körper stützen und schützen – aber sie können durch Unfälle oder Krankheiten stark geschädigt werden. Unfälle mit Knochenbrüchen können bleibende Einschränkungen in der Beweglichkeit zur Folge haben. Bestimmte Krebsarten und Alterungsprozesse können ebenfalls zum Knochenabbau führen. Zur Behebung derartiger Schäden werden bioverträgliche Materialien aus ganz unterschiedlichen Werkstoffbereichen eingesetzt. Ihre ständige Weiterentwicklung unter sowohl werkstoffeigenen als auch therapeutischen Aspekten verbessert die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung stetig. Auch Wissenschaftler der BAM tragen dazu bei, Biomaterialien und Implantate fortzuentwickeln. Sie arbeiten an der Entwicklung und Prüfung von calciumphosphathaltigen Biokeramiken für den Knochenersatz. Diese Werkstoffe stimmen in ihrer Zusammensetzung weitestgehend mit den mineralischen Bestandteilen des Knochens überein und können problemlos in das Knochengewebe integriert werden. Darüber hinaus dient das Material als Nährboden für die Züchtung von nachwachsendem Gewebe. Die neuen „intelligenten“ offenporigen Keramiken haben im Verhältnis zur Masse eine große Oberfläche. Darin sind sie den natürlichen Knochen ähnlich. Während des Heilungsprozesses durchdringen sich künstliches und natürliches Knochenmaterial, und der nachwachsende Knochen baut das Ersatzmaterial teilweise wieder ab.

Weitere Informationen:
BAM-Fachbereich 4.4 Thermochemische Reststoffbehandlung und Wertstoffrückgewinnung
BAM-Jahresbericht 2008, S. 63 ff

Dicke Luft

Laserdrucker in einer Emissionsmesskammer

Laserdrucker in einer Emissionsmesskammer

Wohnräume sollen weitgehend frei sein von Luftschadstoffen. Dennoch lassen sie sich nicht völlig verhindern. Man denke nur an Baumaterialien, an Lacke und Farben, wie sie bei Renovierungsarbeiten eingesetzt werden. Meist handelt es sich dabei um flüchtige organische Substanzen (VOC). Auch Einrichtungsgegenstände wie Möbel und Teppichböden können Schadstoffe frei setzen, vor allem, wenn sie neu sind. Wände, Decken und Böden sind große Flächen, denen entsprechend größere Mengen unterschiedlicher Substanzen entströmen. Die Emissionen aus diesen Quellen nehmen aber im Allgemeinen mit der Zeit ab. Bestimmte Geräte sind eine weitere Quelle für Raumluftbelastungen, allen voran Bürogeräte wie Laserdrucker und Kopierer. Bei ihrem Gebrauch bleibt die abgegebene Menge an Luftschadstoffen über eine lange Zeit weitgehend konstant, schließlich werden den Geräten beständig Verbrauchsmaterialien wie Toner und Papier zugeführt. Viele Geräte geben während des Betriebs VOC, Ozon, Feinstäube und Ultrafeinpartikel in die Umgebungsluft ab. Nun sind viele Hersteller daran interessiert, die Emissionen ihrer Produkte spürbar zu verringern. Sobald sie dabei Erfolge nachweisen können, dürfen sie ihre Artikel mit entsprechenden Gütesiegeln ausstatten. So stellt zum Beispiel das Umweltzeichen "Blauer Engel" auf dem Markt durchaus einen Produktvorteil dar. Die bei der Beurteilung zugrunde liegenden Emissionsmessverfahren wurden von der BAM entwickelt. Derzeit sind die BAM-Experten damit befasst, Prüfverfahren und Messmethoden zu erweitern und zu verfeinern.

Weitere Informationen:
Fachbereich 4.2 Materialien und Luftschadstoffe
BAM-Jahresbericht 2008, S. 63 ff

Belastung durch Blütenpollen

Ernten von Blütenpollen

Ernten von Blütenpollen

Allergiker dürfen hoffen, aber es braucht Geduld. Wenn alles gut geht, werden die Ergebnisse eines laufenden Forschungsprojekts zu Blütenpollen später in der Immuntherapie für die Qualitätssicherung bestimmter Wirkstoffe eingesetzt.
Wie und unter welchen Bedingungen setzen Pollenkörner ihre Inhalte und Wirkstoffe frei? Spielen Wärme und Feuchtigkeit eine Rolle? Welche Einflüsse haben Luftschadstoffe, deren Konzentrationen oft hohe Werte erreichen? Mit welchen Methoden lassen sich die Blütenpollen und Vorgänge in der Natur präzise analysieren? Zur Analyse der Proben setzen die Wissenschaftler der BAM hochempfindliche Untersuchungsverfahren ein, die mit Laserstrahlung arbeiten. Mit Hilfe dieser Verfahren entstehen spektroskopische Fingerabdrücke, an denen die Forscher erkennen können, welche chemischen Elemente oder Verbindungen die Probe enthält. Proben von möglichst vielen unterschiedlichen Pflanzenarten sollen analysiert werden. Die umfangreichen Daten werden in einer Datenbank hinterlegt. Sie soll auch die Grundlage für den Aufbau eines neuartigen Messnetzes schaffen. Damit könnten in Zukunft unterschiedliche Pollenarten automatisch und schnell identifiziert und klassifiziert werden.

Weitere Informationen:
BAM-Fachbereich 1.4 Prozessanalytik
BAM-Pressemitteilung 1/2008

Intelligente Textilien

Intelligente Textilien

Intelligente Textilien

Textilien, die mitdenken – solche Textilien werden Menschen mit bestimmten Gesundheitsproblemen in Zukunft das Leben erheblich erleichtern.
Mitarbeiter der BAM sind an einem Projekt beteiligt, in dem faseroptische Sensoren entwickelt werden, die in Textilien integriert werden können. Mit Hilfe optischer Messtechniken können diese neuen Sensoren beispielsweise die Atmung überwachen, indem sie die Änderung des Brustumfanges erfassen. Sie können auch eingesetzt werden, um den Sauerstoffgehalt des Blutes oder die Körpertemperatur eines Patienten zu überwachen. In den neuen, intelligenten Textilien sollen polymere faseroptische Sensoren zum Einsatz kommen. Polymerfasern bieten gegenüber Glasfasern einige Vorteile: Sie sind flexibler, robuster und einfacher zu handhaben. Außerdem sind sie kostengünstiger und für den Patienten sicherer, da man sich an gebrochenen Polymerfasern nicht verletzten kann, an zerbrochenen Glasfasern jedoch schon. Optische Fasern lassen sich in Textilien integrieren. Dadurch werden sie zu intelligenten Textilien, aus denen z. B. medizinische Kleidungsstücke hergestellt werden können. Auch für medizinisches Personal bieten solche Textilien Vorteile. Ärzte und Schwestern werden die neuen, intelligenten Textilien z. B. bei der medizinischen Überwachung bewusstloser oder narkotisierter Patienten einsetzen können.

Weitere Informationen:
Fachbereich 8.1 Sensorik, mess- und prüftechnische Verfahren

 

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2012-05-07  

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