Arbeitsschwerpunkte der BAM
Flugzeuge am Flughafen Tegel in Berlin
Unser Leben, unsere Gesundheit und unsere Umwelt hängen in jeder Minute von der sicheren Funktion von Bauwerken, Verkehrsmitteln, der Energieversorgung und vielen weiteren Anlagen ab. Sie sind für uns unverzichtbar geworden. Doch wir verlassen uns heute auf technische Systeme, die es erst seit wenigen Jahrzehnten, oft sogar erst seit wenigen Jahren gibt. Diese Systeme müssen sicher sein. Dämme müssen dem steigenden Meeresspiegel widerstehen, Windenergieanlagen Böen und Unwettern.
Mit der Entwicklung und Validierung von Prüf- und Bewertungsverfahren liefert die BAM seit ihrer Gründung einen bedeutenden Beitrag zum sicheren Betrieb von technischen Systemen und Prozessen. Sollen Schäden und Materialversagen verhindert werden, so muss das Zusammenspiel von Werkstoff, Konstruktion und Beanspruchung betrachtet werden. Werte, die in der Untersuchung von Proben gewonnen wurden, müssen sich auch auf echte Bauteile anwenden lassen; Tests, die unter Laborbedingungen richtige Ergebnisse zeigen, müssen dies auch bei realen Betriebsbedingungen, z. B. in Fertigungsprozessen tun. Die Übertragbarkeit von Kennwerten spielt eine entscheidende Rolle in den Forschungsarbeiten der BAM.
Windräder
Geräte und Bauwerke haben – ebenso wie Lebewesen – eine Lebensdauer. Sie müssen beobachtet werden, damit Materialermüdung oder gar -versagen im Laufe der Zeit nicht zur Beeinträchtigung ihrer technischen Sicherheit führen. Die Experten der BAM messen einer permanenten, präzisen Überwachung durch so genannte Monitorsysteme eine immer größere Bedeutung zu. Teilweise an der BAM entwickelte Verfahren überwachen Infrastrukturanlagen wie Brücken oder Gebäude. Auch bei Konstruktionen, die ihre vorgesehene Lebensdauer schon erreicht haben, wird immer häufiger gefragt: „Hält’s vielleicht doch noch etwas länger?“ Verständlich, denn Ersatz ist stets teuer. Doch wer diese Frage bejaht, übernimmt eine immense Verantwortung.
Autoklaven zur Untersuchung der Alterungsbeständigkeit von Materialien
Wenn eine Störung auftritt, sollen Systeme und Prozesse so ausgelegt sein, dass sie stets zur „sicheren Seite“ hin ausfallen, also über eine Eigensicherheit verfügen. Das heißt auch, dass Steuerungs- und Schutzsysteme mehrfach vorhanden sein sollen. Eine solche Redundanz stellt sicher, dass ein Ausfall in einem Regelungsbereich von einem anderen kontrolliert aufgefangen werden kann.
Institutionen der öffentlichen Sicherheit wie die BAM unternehmen erhebliche Anstrengungen, die sich in Normen und Regelwerken für Industrie und Prüfstellen wiederfinden und den hohen europäischen Sicherheitsstandard definieren.
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