Arbeitsschwerpunkte der BAM
Korrodiertes Kupferrohr
Die wissenschaftliche Klärung von Schädigungsmechanismen ist eine Voraussetzung für die Sicherheit von Bauteilen, Anlagen, Systemen und Bauwerken. Die Forscher an der BAM wollen verstehen, wie sich Werkstoffe in Bauteilen bei bestimmten Beanspruchungen und in bestimmten Konstruktionen verhalten. In vielen Tests kommt es darauf an, Bauteile auf ihre Belastungen zu überprüfen, damit man weiß, wie sie ausgelegt sein müssen, um während der vorgesehenen Lebensdauer maximalen Belastungen standzuhalten. Besonders anspruchsvoll ist die Analyse überlagerter Beanspruchung. Risse in Bauwerken entstehen beispielsweise oft dann, wenn thermische, mechanische und korrosive Belastungen zusammenwirken.
Bruchfläche nach LCF-Test (Low Cycle Fatigue)
Dabei ergänzen sich praktische Versuche und Computersimulationen. Simulation kann dazu beitragen, Phänomene zu erklären und sie liefert wichtige Ansatzpunkte für die Entwicklung von beständigen Werkstoffen und Bauteilen, die unter den jeweiligen Umwelt- und Umgebungsbedingungen auch extremen Belastungen standhalten.
Das Wissen um Schädigungsmechanismen fließt in die Schadensanalyse ein und umgekehrt. Eine widerspruchsfreie Schadensanalyse setzt umfangreiches Fachwissen und viel Erfahrung in der Analyse komplexer technischer Systeme und Bauwerke voraus.
Teil einer Brandschutztür nach einem Versuch
Bei katastrophalen Schäden ist es oft eine Ereigniskette mehrerer ungünstiger Umstände, die zum Schaden führt. In den meisten Fällen ist daher die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Schadensanalyse erforderlich – eine Voraussetzung, die gerade die BAM erfüllt. Die Ursachenfindung führt nicht selten zu neuen Fragen, also zu neuem Forschungsbedarf. Ergeben die Schadensanalysen neue Erkenntnisse, gehen diese häufig in Regelwerke ein. Es gilt, ähnliche Schäden in Zukunft auszuschließen, denn: „Aus Schaden wird man klug“.
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