Prüfeinrichtungen
Freilandprüfung von Holzschutzmitteln
Holzschutzmittel sollen den Abbau des Holzes durch Schadorganismen wirksam verhindern, auch wenn dieses in den Boden eingegraben wird. Die Anforderungen sind sehr hoch, soll doch der Schutz für möglichst alle Böden und unterschiedlichste Klimabedingungen gelten. Die Wirksamkeit von Holzschutzmitteln sowie deren gesundheitliche Unbedenklichkeit und zugleich Umweltverträglichkeit müssen in einem strengen Zulassungsverfahren nachgewiesen werden. Die BAM übernimmt den Part der Wirksamkeitsbewertung. Zu diesem Zweck hat sie ein Testfeld für Langzeitversuche im Freiland angelegt. Basis für diese Tests ist die Norm EN 252, Freilandprüfverfahren zur Bestimmung der relativen Schutzwirkung eines Holzschutzmittels im Erdkontakt. Danach prüfen die Biologen der BAM die Beständigkeit von Holzpflöcken im Erdreich. Diese sind entweder mit einem Schutzmittel getränkt, oder aber unbehandelte Holzarten werden auf ihre natürliche Dauerhaftigkeit hin überprüft. In der Umgebung des Testfelds ist außerdem Freibewitterung ohne Bodenkontakt möglich.
Bei Tests von Holzschutzmitteln werden Pflöcke aus Kiefernsplint nach Vorgabe imprägniert und anschließend in das Erdreich auf dem Testfeld eingebracht. Die Testzeit beträgt fünf Jahre und länger. Jährlich werden die Pflöcke auf Veränderungen untersucht, die Hinweise auf einen Abbau durch holzzerstörende Pilze liefern können. Nach fünf Jahren werden die Hölzer einem per Computer gesteuerten Biegetest unterzogen. Dabei bleibt die Belastung in einem Bereich, der nur zu einer elastischen Verformung führen darf; der Pflock soll anschließend von allein wieder seine ursprüngliche Gestalt annehmen.
Prüfeinrichtungen der BAM | Fachgruppe 4.1 | BAM Testgelände Technische Sicherheit
Fachgruppe 4.1
Biologie im Umweltschutz