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Prüfeinrichtungen

BAM Testgelände Technische Sicherheit

Detonationsrohrstrecke


Die Detonationsrohrstrecke wird eingesetzt, um Gase und Gasmischungen hinsichtlich der Ausbreitung von Explosionen in Rohrleitungen zu charakterisieren und um Aussagen über die Belastungen, die für die Rohrleitungen auftreten, zu erhalten.

Wenn in Rohrleitungen und Apparaten der chemischen Industrie explosionsfähige Medien befördert werden, müssen sie so dimensioniert sein, dass sie einer Detonation standhalten können und gegebenenfalls nur an definierter Stelle bersten. Bei Nutzung vorhandener Rohrleitungen zur Förderung verschiedenartiger und wechselnder neuer Medien sind die Förderbedingungen wie beispielsweise Durchfluss und Druck den sicherheitstechnischen Charakteristika der Medien anzupassen.

Mit der Detonationsrohrstrecke sollen sowohl die Belastbarkeit der Rohrleitungen und Apparate wie auch die sicherheitstechnischen Eigenschaften der Fördermedien untersucht werden.

Die Detonationsrohrstrecke besteht aus mehreren Stahlsegmenten mit einem Innendurchmesser von 200 mm und einer Gesamtlänge von 30 m. An verschiedenen Stellen sind Drucksensoren angebracht, mit denen der seitlich auf das Rohr wirkende Explosionsdruck gemessen werden kann. Es kann eine berußte Metallfolie zur Detonationszellbreitenmessung eingebracht werden.

Ablauf der Versuche

Zur Dimensionierung von Rohrleitungen und Schutzeinrichtungen ist es wichtig, die Detonationseigenschaften, wie Detonationsfähigkeit unter bestimmten physikalischen Bedingungen, den Detonationsdruck und die Detonationsanlaufstrecke von Gasgemischen zu kennen.

Zur Durchführung eines Versuches wird die fertige homogenisierte Gasmischung in die Detonationsrohrstrecke eingeleitet. Wenn der zuvor festgelegte Anfangsdruck erreicht ist, werden die Sperrventile geschlossen und die Mischung wird an einem Ende der Detonationsrohrstrecke gezündet. In die Rohrstrecke können verschiedenartige Zündquellen eingebracht werden. Der zeitliche Druckverlauf wird an verschiedenen Orten entlang der Rohrstrecke registriert. Die verbrannten Gase werden anschließend abgesaugt.

Technische Daten

Eine Hochdruckvariante (PN 1000) befindet sich im Aufbau.


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2011-07-12  

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Abteilung 2
Chemische Sicherheitstechnik

Dr. rer. nat.
Hartmut Hieronymus
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
Telefon:
+49 30 8104-3426
E-Mail:
Hartmut.Hieronymus@bam.de