Arbeitsgebiet
Die automatisierte Bauwerksdiagnose dient der Untersuchung von Baukonstruktionen und Bauteilen in schwer zugänglicher und/oder gesundheitsgefährdender Umgebung. Gleichzeitig wird eine Erhöhung der Qualität der zerstörungsfreien Prüfung angestrebt. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Entwicklung und Implementierung von Sensoren für die zerstörungsfreie Prüfung von Ingenieurbauwerken. Das beinhaltet sowohl die Schaffung standardisierter Hard- und Softwareschnittstellen, die applikationsspezifische Anpassung als auch die Anbindung an Datenbanksysteme.
Scanneraufbau auf dem "Großen Betonprobekörper" (Großbild)
In der Fachgruppe 8.2 der BAM wurde damit begonnen, ein Scannersystem zur Automatisierung von ZfPBau-Verfahren zu entwickeln. Dieses System ist in der Lage, verschiedene Sensoren kontinuierlich oder punktuell auf einer Fläche von bis zu 4 m x 10 m (siehe Großer Betonprobekörper) vollautomatisch zu verfahren. Gleichzeitig gewährleistet ein robustes Wagen-Schiene-System einen modularen Aufbau, so dass beliebige Flächen in Längen-Schrittweite von 1,2 m bzw. 2,4 m aufbaubar sind. Eine selbstentwickelte Steuer- und Messwerterfassungssoftware garantiert einen automatisierten Messablauf bei gleichzeitigem Betrieb mehrerer Sensoren.
Ultraschallecho- (links) und Impact-Echo-Prüfkopf (rechts) im Einsatz (Großbild)
Zur Zeit werden mit dem Scannersystem die ZfP-Verfahren Ultraschallecho, Impact-Echo und Radar betrieben; eine Erweiterung um andere Verfahren wird angestrebt. Insbesondere die Verfahren Ultraschallecho und Impact-Echo bedürfen einer definierten Kontaktierung des Sensors mit der Bauteiloberfläche, was z.Z. durch ein Pneumatiksystem realisiert wird. Mit dem System können Flächen beliebiger Orientierung vermessen werden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf Unterzüge von Brücken und Fahrbahnflächen gelegt.
Service
Fachgruppe 8.2
Dr. rer. nat.